Amitabh Bachchan

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Amitabh Bachchan (Hindi, अमिताभ बच्चन, Amitābh Baccan, * 11. Oktober 1942 in Allahabad, Indien), auch unter dem Namen Big B bekannt, ist ein indischer Schauspieler.

Amitabhs Eltern, Harivanshrai Bachchan, ein Dichter, und Teji Bachchan, zogen ihn in einem kultivierten und literarisch interessierten Haushalt auf. Er ging auf das Sherwood College in Nainital und später zur Delhi University um einen wissenschaftlichen Abschluss zu machen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Amitabh als eine nationale Ikone

Sein erster Film war Saat Hindustani (1969). Bachchan spielte in dem Film von Khwaja Ahmad Abbas nur eine kleine Nebenrolle. Mit seinen folgenden Rollen gewann er aber langsam eine Fangemeinde und wurde ein beliebter Hauptdarsteller. Ein Star wurde er allerdings erst im Jahre 1973 mit seinen Filmen Abhimaan und Zanjeer. Zanjeer zeigte Amitabh zum ersten mal als den „wütenden jungen Mann“ der durch Unterdrückung in die Offensive getrieben wird. Millionen identifizierten sich sowohl mit der Wut wie auch mit dem Idealismus.

Amitabhs beliebteste Filme und Charaktere kommen aus dieser Zeit. Fans erinnern sich an ihn in erfolgreichen Filmen wie Sholay, Amar Akbar Anthony und Deewaar.

[Bearbeiten] Lebensbedrohliche Verletzung

Im Jahr 1983 filmte Amitabh Coolie, als er während der Dreharbeiten verletzt wurde. Er wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht.

Er drehte weiterhin Filme, aber seine Karriere verlor nach diesem Zwischenfall an Energie. Er machte weniger und weniger Filme und sein Name auf dem Plakat garantierte nicht länger den Erfolg einer Produktion.

[Bearbeiten] Amitabhs Politische Karriere

Im Jahr 1984 ging er kurzzeitig in die Politik, um einen langjährigen Freund der Familie, Rajiv Gandhi, zu unterstützen. Er bewarb sich um Allahabads Sitz im Parlament – und gewann. Seine politische Karriere war allerdings kurzlebig; er zog sich nach drei Jahren aus der Politik zurück, ohne seine Amtsperiode zu beenden. Zur selben Zeit sah sich Gandhis Regierung mit Vorwürfen der Korruption konfrontiert. Amitabh hatte niemals etwas mit dem Zwischenfall zu tun, da sich seine Familie von Gandhis Familie distanzierte. Es wurde spekuliert, dass die beiden Ereignisse miteinander verbunden waren; Amitabh Bachchan kommentierte dazu nur, dass er Politik unangenehm fände und wegen persönlicher Grunde zurücktrete.

[Bearbeiten] Amitabhs geschäftliche Karriere

Im Jahr 1995 stieg Amitabh ins Produktionsgeschäft von Filmen ein und gründete die Amitabh Bachchan Corporation Limited oder ABCL. ABCL war ein Medien Konglomerat, eine Entertainment Firma, die einiges mit entsprechenden Produktionsfirmen in Hollywood gemeinsam hatte.

[Bearbeiten] Amitabh wieder in den Schlagzeilen

Er drehte Filme in den 80er und 90er, aber nur wenige hatten Erfolg. Mrityudatta (1997) war kein Erfolg. Lal Badshah und Major Saab hatten ein wenig mehr Erfolg. Bade Miyan Chhote Miyan und Mohabbatein waren Kassenerfolge, aber diese wurden seinen Co-Stars Govinda und Shahrukh Khan zugeschrieben. Der Bollywood-Klatsch behauptete, dass Big B als Schauspieler am Ende wäre.

Aber Bachchan hatte noch immer Charisma. Im Jahr 1999 in einer BBC Online Wahl wurde er zum Superstar des Millenniums gewählt, noch vor Alec Guinness und Marlon Brando. Im Juni 2000 wurde er der erste lebende Asiate, der eine Wachsstatue zu seinen Ehren im Madame Tussaud's bekam.

Im Jahr 2000 wurde er Moderator einer neuen Game Show, Kaun Banega Crorepati, der indischen Version von Wer wird Millionär?. Amitabh war ein ruhiger, sicherer Moderator und die Show wurde ein enormer Hit. Kritiker mussten zugeben, dass er noch immer genügend von jenem Charisma besaß, das zu seinen vielen früheren filmischen Erfolgen geführt hatte. Die Show wurde 2007 von Shahrukh Kahn übernommen und weitergeführt.

Seit dem Erfolg seiner Gameshow hat er in vielen erfolgreichen Filmen mitgespielt, unter anderem Baghban, Veer-Zaara und Black.

Außerdem wurde am 8. und 19. April 2005 eine Filmretrospektive im Lincoln Center in New York veranstaltet. Die Filme, die gezeigt wurden, haben Bachchan in der Hauptrolle: Hrishikesh Mukherjees Anand und Abhimaan und Sanjay Leela Bhansalis Black.

[Bearbeiten] Familienleben

Nach dem Erfolg von Zanjeer heiratete Amitabh Bachchan Jaya Bhaduri mit der er in vielen Filmen zusammen spielte. Einige Filme mit Amitabh und Jaya sind: Zanjeer, Abhimaan, Sholay, Silsila, Kabhi Khushi Kabhi Gham.

Das Paar hat zwei Kinder, Abhishek und Shweta. Abhishek Bachchan ist seinem Vater gefolgt und hat in Filmen wie Refugee, Tera Jadoo Chal Gayaa, Dhai Askar Prem Ke, Hain Maine Bhi Pyaar Kiya, Om Jai Jagdish, Main Prem Ki Diwani Hoon, Kuch Naa Kaho, Zameen, L.O.C Kargil, Dhoom und Kabhi Alvida Naa Kehna mitgespielt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Von der indischen Regierung wurde er 1982 mit dem Padma Shri und 2001 mit dem Padma Bhushan ausgezeichnet.

1991 wurde er mit einem National Film Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, daneben erhielt er zahlreiche Filmfare Awards, Star Screen Awards, IIFA Awards, Zee Cine Awards u.a. für seine Arbeit im Hindi-Film.

Im Jahr 1999 in einer BBC Online Wahl wurde er zum Superstar des Millenniums gewählt, noch vor Alec Guinness und Marlon Brando. Im Juni 2000 wurde er der erste lebende Asiate, der eine Wachsstatue zu seinen Ehren im Madame Tussaud's bekam.

Außerdem wurde am 8. und 19. April 2005 eine Filmretrospektive im Lincoln Center in New York veranstaltet. Die Filme, die gezeigt wurden, haben Bachchan in der Hauptrolle: Hrishikesh Mukherjees Anand und Abhimaan und Sanjay Leela Bhansalis Black.

Amitabh Bachchan ist zwar der erste indische Schauspieler, jedoch gab es auch vor seiner Zeit sehr bedeutende Bollywood-Stars, wie Dilip Kumar und Raj Kapoor, die sehr viel zur indischen Filmszene beigetragen haben.

2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der De Montfort University in Leicester [1].

Am 27. Januar 2007 wurde ihm in Neu-Delhi durch den französischen Botschafter der Orden „Légion d'honneur“ (Offizier) verliehen. Die französische Regierung erteilte ihm die höchste Zivilehrung. Amitabh wurde der erste Inder und die sechste Person der Welt der die Ehre gekriegt hat.[2]

[Bearbeiten] Filmografie

  • 1969 Saat Hindustani
  • 1971 Anand
  • 1971 Guddi
  • 1971 Parwaana
  • 1971 Pyar Ki Kahani
  • 1972 Bansi Birju
  • 1972 Bombay to Goa
  • 1972 Ek Nazar
  • 1972 Jaban
  • 1972 Piya Ka Ghar
  • 1972 Raaste Ka Patthar
  • 1972 Sanjog
  • 1973 Abhimaan
  • 1973 Baandhe Haath
  • 1973 Gehri Chaal
  • 1973 Namak Haram
  • 1973 Saudagar
  • 1973 Zanjeer
  • 1974 Benaam
  • 1974 Kasauti
  • 1974 Kunwaara Baap (Gastauftritt)
  • 1974 Majboor
  • 1974 Roti Kapada aur Makaan
  • 1975 Chhoti Si Baat
  • 1975 Chupke Chupke
  • 1975 Deewaar
  • 1975 Faraar
  • 1975 Mili
  • 1975 Sholay
  • 1975 Zameer
  • 1976 Hera Pheri
  • 1976 Do Anjaane
  • 1976 Kabhie Kabhie
  • 1977 Adalat
  • 1977 Aalap
  • 1977 Amar Akbar Anthony
  • 1977 Imaan Dharam
  • 1977 Khoon Paseena
  • 1977 Parvarish
  • 1978 Besharam
  • 1978 Don
  • 1978 Ganga Ki Saugandh
  • 1978 Kasme Vaade
  • 1978 Trishul
  • 1979 The Great Gambler
  • 1979 Jurmaana
  • 1979 Kaala Patthar
  • 1979 Manzil
  • 1979 Mr. Natwarlaal
  • 1979 Muqaddar Ka Sikandar
  • 1979 Suhaag
  • 1980 Do Aur Do Panch
  • 1980 Dostaana
  • 1980 Ram Balraam
  • 1980 Shaan
  • 1981 Barsaat Ki Ek Raat
  • 1981 Kaalia
  • 1981 Laawaris
  • 1981 Naseeb
  • 1981 Silsila
  • 1981 Yaraana
  • 1982 Bemisaal
  • 1982 Desh Premee
  • 1982 Khuddar
  • 1982 Namak Halaal
  • 1982 Nastik
  • 1982 Satte Pe Satta
  • 1982 Shakti
  • 1983 Andha Kanoon
  • 1983 Coolie
  • 1983 Mahaan
  • 1983 Pukar
  • 1984 Inquilaab
  • 1984 Sharaabi
  • 1985 Mard
  • 1986 Aakhree Rasta
  • 1987 Shahenshah
  • 1988 Ganga Jamuna Saraswati
  • 1989 Jaadugar
  • 1989 Main Azaad Hoon
  • 1989 Toofan
  • 1990 Aaj Ka Arjun
  • 1990 Agneepath
  • 1991 Ajooba
  • 1991 Akayla
  • 1991 Hum
  • 1991 Indrajeet
  • 1992 Khuda Gawah
  • 1994 Insaniyat
  • 1997 Mrityudaata
  • 1998 Major Saab


[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Artikel „Amit gets doctorate & Amar preens“ (The Telegraph, Indien)
  2. Artikel „France's highest civilian honour for Bachchan“ (The Times of India)

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