Die Charaktermaske als Begriff der marxistischen Soziologie ist die Bezeichnung für den entfremdeten Menschen im Kapitalismus, der seine Charaktereigenschaften nur noch wie eine abwerfbare Maske trägt bzw. tragen muss.
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Karl Marx entnahm seinerseits den Begriff der Theatersprache des 18. Jahrhunderts, womit bereits in der italienischen Typenkomödie Charaktermasken (z. B. il dottore) von Nationalmasken (z. B. Der Türke) unterschieden wurden.
In seiner neueren, ethisch gefärbten Bedeutung erscheint das Wort bereits bei Jean Paul.[1]
Die Menschen im Kapitalismus haben nach Marx spezifische Rollen und Funktionen, die durch die Gesellschaft bestimmt werden. Grundsätzlich aber müssen sie als Kapitalisten bzw. Proletarier agieren, alles andere (z. B. professionelle Ethik) – auch „persönliche“ Eigenschaften (z. B. Großherzigkeit) – sind Masken, die fallen, wenn es Ernst wird.