Geschichten aus der Gruft

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Dieser Artikel behandelt die Fernsehserie, für weitere Bedeutungen siehe Geschichten aus der Gruft (Begriffsklärung).
Seriendaten
Deutscher Titel: Geschichten aus der Gruft
Originaltitel: Tales from the Crypt
Produktionsland: USA
Produktionsjahr(e): 19891996
Länge pro Folge: etwa 30 Minuten
Anzahl der Folgen: 93
Originalsprache: Englisch
Musik: Warren Zevon
Idee: Ramon Sanchez, Paul Abascal
Genre: Horror
Erstausstrahlung: 10. Juni 1989 (USA)
Erstausstrahlung (de): 10. Dezember 1995
Besetzung

Anthologieserie ohne feste Besetzung

John Kassir
Cryptkeeper (Stimme)

Geschichten aus der Gruft, auch bekannt unter dem Originaltitel: Tales from the Crypt, ist eine US-amerikanische Horror-Fernsehserie, welche von 1989 bis 1996 in den USA (und – stark gekürzt – später auch in Deutschland auf Sat.1) ausgestrahlt wurde. Es wurden 93 Episoden produziert, die in sieben Staffeln aufgeteilt waren. Die Serie basiert auf einer gleichnamigen Comicreihe aus den 1950er Jahren, die wie das MAD-Magazin von William M. Gaines in den EC-Comics (Entertaining Comics) herausgegeben wurde.

Die Kurzgeschichtenserie war eine der wenigen, die ohne Überprüfung durch die FCC (vergleichbar mit der Freiwilligen Selbstkontrolle in Deutschland) veröffentlicht werden konnte, weil sie über den Kabelsender HBO (Home Box Office) vertrieben wurde. Dieses ermöglichte den Produzenten in der Serie Inhalte zu verarbeiten, die sonst üblicherweise der Schere zum Opfer fallen, wie Gewaltszenen, Drogen oder Sexszenen.

Die Produktion der Serie begann in den USA, gefilmt in Kalifornien, wurde in späteren Folgen aber in England weiterproduziert und beinhaltete dann Geschichten, die sich um britische Charaktere drehten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Episoden

John Kassir am 11. November 2006 auf einer Horror-Convention. In seiner Hand ein Bild vom Cryptkeeper.
John Kassir am 11. November 2006 auf einer Horror-Convention. In seiner Hand ein Bild vom Cryptkeeper.

Ursprünglich war Tales from the Crypt als Kinofilm konzipiert, der drei Episoden beinhalten sollte. Da frühere Horror-Episodenfilme wie Unheimliche Schattenlichter, Die unheimlich verrückte Geisterstunde oder Katzenauge wirtschaftlich nur mäßig erfolgreich waren, entschied man sich dazu, für das Fernsehen zu produzieren.

Jede der Einzelgeschichten begann und endete mit einer Moderation des Cryptkeepers, einem klugschwatzenden halbverwesten Zombie, der als Puppentrick realisiert wurde. Das Aussehen der Puppe wurde dabei grob an den Gesichtszügen ihres Synchronsprechers John Kassir angelehnt.

Viele der Episoden hatten berühmte Gaststars, so Tom Hanks, Daniel Craig, Whoopie Goldberg, Michael J. Fox, Demi Moore, Ute Lemper und auch Arnold Schwarzenegger. Einige der Gaststars führten auch selbst die Regie der Episode.

Viele bekannte Regisseure waren an der Serie beteiligt. So inszenierten Gary Fleder und William Malone jeweils zwei Episoden, die Regisseure Richard Donner, Robert Zemeckis, Russell Mulcahy und Stephen Hopkins drei und mehr.

Besonders bemerkenswert ist die Folge You, Murderer, die als eine der ersten Filmproduktionen computergenerierte Darsteller verwendete. So erschien zu Anfang der Folge Alfred Hitchcock in einem Cameo-Auftritt und die Hauptrolle spielte Humphrey Bogart. Ein weiterer Höhepunkt der Folge ist weiterhin das Auftreten von Isabella Rossellini, die hier, wohl zum ersten und auch einzigen Mal, eine Parodie auf ihre Mutter Ingrid Bergman, der sie immer ähnlicher sieht, vortrug.

[Bearbeiten] Ableger

[Bearbeiten] Spielfilme

Basierend auf der Serie wurden drei Spielfilme gedreht:

  • Ritter der Dämonen (Demon Knight) von 1995: Der Film lief gut und spielte 21 Millionen US-Dollar in den Kinos ein.
  • Bordello of Blood (Bordello of Blood) von 1996: Der Film lief sehr schlecht: Er spielte nur etwa 5 Millionen US-Dollar in den US-Kinos ein.
  • Das Ritual – Im Bann des Bösen (Tales from the Crypt presents: Revelation/ Ritual) von 2001: Der Film ist ein freies Remake von Ich folgte einem Zombie von 1943. Da die Testvorführungen miserabel verliefen, wurde die Rahmenhandlung mit dem Cryptkeeper, wie auch jeder andere Verweis auf die Serie, entfernt und der Film wurde nur auf DVD veröffentlicht.

[Bearbeiten] Animationsserien

Als Comicserie für das Fernsehen gab es 1993 die Serie Tales from the Cryptkeeper, die im Stil den Realverfilmungen glich, jedoch ohne deren explizite Elemente wie Gewalt, Drogen und Sex zu übernehmen.

Eine Kindergameshow mit dem Titel Secrets of the Cryptkeeper's Haunted House (deutscher Name: Geschichten aus der Gruft) ist ebenfalls als Ableger zu verzeichnen, der auch im deutschen Free-TV auf Super-RTL erschien.

Nach der Absetzung der Originalserie entstand 1997 die Serie Perversions of Science, die statt Horror Science-Fiction-Inhalte aufwies, aber schon im gleichen Jahr ebenfalls abgesetzt wurde.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Neben verschiedenen Nominierungen gewann Tales from the Crypt die folgenden Auszeichnungen:

  • 1991 – Motion Picture Sound Editors' Golden Reel Award für Best Sound Editing – Television Half-HourADR
  • 1992 – Motion Picture Sound Editors' Golden Reel Award für Best Sound Editing – Television EpisodicEffects and Foley
  • 1993 – Motion Picture Sound Editors' Golden Reel Award für Best Sound Editing – Television EpisodicEffects and Foley
  • 1994 – American Cinema Editors' Eddie Award für Best Edited Half Hour Series for Television (für die Episode People Who Live in Brass Hearses)

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

Seit 1999 erscheint die Serie in den USA in unregelmäßigen Abständen auf DVD:

  • 1999 Tales from the Crypt – The Robert Zemeckis Collection
  • 2005 Tales from the Crypt – The Complete First Season
  • 2005 Tales from the Crypt – The Complete Second Season
  • 2006 Tales from the Crypt – The Complete Third Season
  • 2006 Tales from the Crypt – The Complete Fourth Season

In Deutschland ist am 14. Mai 2002 unter dem Namen Masters of Horror auf acht DVDs bzw. VHS-Videos eine Auswahl von insgesamt 32 Folgen der Serie erschienen. Die DVDs sind in einer stark gekürzten FSK-16-Version (20 Folgen), in einer immer noch gekürzten FSK-18-Version sowie ungeprüft und somit auch völlig ungeschnitten erschienen (jeweils 32 Folgen). Die Videos existieren nur in der teils gekürzten FSK-18-Version.

Eine überarbeitete Version erschien am 20. Juli 2004 wieder unter dem ursprünglichen Namen Tales from the Crypt auf vier DVDs mit insgesamt 32 Folgen der Serie. Im Gegensatz zum Original enthält die neue Version jetzt auch eine englische Originaltonspur und eine leicht verbesserte Bildqualität.

[Bearbeiten] Weblinks


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