| Hindi (हिन्दी or ىخگؤقن) | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Indien | |
| Sprecher | Geschätzte 370 Millionen Muttersprachler, 155 Millionen Zweitsprachler | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache von | Indien, Bundesstaaten Uttar Pradesh, Rajasthan, Madhya Pradesh, Bihar, Haryana, Himachal Pradesh, Jharkhand, Chhattisgarh, Uttarakhand, Delhi, Chandigarh, Andamanen und Nikobaren,Pakistan | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: |
hi |
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| ISO 639-2: | (B) hin | (T) |
| SIL: |
HND |
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Hindi (हिन्दी orنىقگ, hindī) ist eine indische Sprache, die in den meisten nord- und zentralindischen Staaten gesprochen wird. Es ist eine indogermanische Sprache und leitet sich von den Prakritsprachen ab. Hindi wurde am 26. Januar 1965 Amtssprache Indiens (vor oder neben Englisch). Hindi und Urdu sind so eng verwandt, dass sie zusammen theoretisch eine Sprache namens Hindustani bilden könnten, die fast auf dem ganzen indischen Subkontinent verstanden würde.
Unter den meistgesprochenen Sprachen der Welt steht Hindi an zweiter Stelle nach Chinesisch und vor Spanisch und Englisch. Über 600 Millionen Menschen in Indien und Umgebung gebrauchen es als Mutter- oder Alltagssprache. In Mauritius und Fidschi spricht eine knappe Bevölkerungsmehrheit Hindi, in Guyana und Suriname eine Minderheit, wobei es vor allem in Guyana rasch an Boden verliert (das surinamische Hindi wird gelegentlich als Einzelsprache betrachtet).
Hindi wird in Devanagari geschrieben und enthält viele Buchwörter aus dem Sanskrit. Urdu hingegen, als offizielle Sprache Pakistans, wird mit arabischen Schriftzeichen geschrieben und hat viele Wörter der persischen und arabischen Sprache aufgenommen. (Weiteres siehe Hindustani.)
Die Verwendung von Wörtern unterschiedlicher Herkunft war lange Gegenstand nationaler politischer Bestrebungen; Hindu-Nationalisten ersetzten systematisch Wörter arabischer Herkunft durch dem Sanskrit entlehnte, um damit ihre kulturelle Eigenständigkeit zu betonen. Ähnliche Bestrebungen zur Förderung von Sanskrit gab es in Form des "Popular Sanskrit".
Es gibt eine Vielzahl lokaler Dialekte des Hindi. So wird im Garhwal-Gebirge das Garhwali gesprochen.
Inhaltsverzeichnis
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Das Wort hindī ist vorislamisch-persischen Ursprungs und bedeutet eigentlich "indisch". Er wurde ursprünglich von persischen Kaufleuten und Botschaftern in Nordindien verwendet, um sich auf die indische Sprache zu beziehen. Es wurde später am Mughal-Hof verwendet für die Unterscheidung der Lokalsprache der Delhi-Region vom Persischen, der offiziellen Sprache des Hofes.
Wie für viele andere indische Sprachen, wird auch für Hindi angenommen, dass es sich aus dem Sanskrit entwickelt hat, auf dem Weg über mittel-indoarische Prakrit-Sprachen. Hindi entstand als lokale Dialekte wie Braj, Awadhi und schließlich Khari Boli nach der Wende zum 10. Jahrhundert. In 1000 Jahren islamischen Einflusses gelangten viele persische und arabische Wörter ins Khari Boli. Da fast alle diese Lehnwörter über das Persische aufgenommen wurden, haben sie nicht den ursprünglichen arabischen Lautstand bewahrt.
Seit dem Sanskrit sind unter anderem folgende Veränderungen aufgetreten, von denen einige schon im Pali zu finden sind:
Curry (kaŗhī), Bungalow (bãglā), Shampoo (cāmpnā "massieren"), Chutney, Punsch, Kummerbund, Dschungel, Kajal, Monsun (das Hindi-Wort mausam ist selbst ein Lehnwort aus dem Arabischen).
Aus dem Portugiesischen sind heute noch einige Lehnwörter im Hindi zu finden; der portugiesische Lautstand lässt sich gut im Hindi verwenden, z. B. mez < mesa "Tisch", pãv < pão "Brot", kamīz < camisa "Hemd".
Im Hindi werden sehr viele aus dem Englischen stammende Wörter verwendet, wie zum Beispiel ball, bank, film hero, photo u.v.a.
Die "Hindi-Sprachen" im weitesten Sinne mit allen Dialekten des Hindi-Belt - inklusive Maithili (12 Mio.) und Urdu (51 Mio.) - umfasst 486 Millionen Muttersprachler (2001 Indian census), bestehend aus:
Khari boli ist der Begriff für den westindischen Dialekt der Delhiregion, der sich seit dem 17. Jahrhundert zu einem Prestigedialekt entwickelt hat. Khari boli umfasst mehrere normierte Register, darunter:
Nach der Unabhängigkeit Indiens erarbeitete die indische Regierung folgende Veränderungen:
Hindi umfasst neben 46 Phonemen, die aus dem klassischen Sanskrit stammen, noch sieben zusätzliche Phoneme für Wörter, die aus dem Persischen oder Arabischen kommen. Der inhärente Vokal (schwa / ə /), der ursprünglich in jeder Silbe enthalten ist, wird in Hindi, wenn in Devanagari (indische Schrift) geschrieben, oftmals bei der Aussprache weggelassen, insbesondere am Wortende, oft aber auch im Wortinneren. Beispiel: मकान (das Haus) wird nicht makāna sondern makān ausgesprochen.
Die Phoneme werden hier in ihrer traditionellen und großen Reihenfolgen beschrieben: Vokale, Plosive und Nasale (geordnet nach dem Artikulationsort, von hinten nach vorne) und schließlich Approximanten und Frikative.
Die Transliteration erfolgt in dem System IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration), ITRANS, und IPA.
| Devanāgarī | Diakritisches Zeichen mit “प्” | Aussprache | Aussprache mit / p / | IAST | ITRANS | Deutsch |
| अ | प | / ə / | / pə / | a | a | kurzer od. langer Schwa: wie e in alte |
| आ | पा | / ɑː / | / pɑː / | ā | A | langer Ungerundeter offener Hinterzungenvokal: wie a in Vater |
| इ | पि | / i / | / pi / | i | i | kurzer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie i in singen |
| ई | पी | / iː / | / piː / | ī | I | langer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie ie in Spiel |
| उ | पु | / u / | / pu / | u | u | kurzer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in Hund |
| ऊ | पू | / uː / | / puː / | ū | U | langer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in tun |
| ए | पे | / eː / | / peː / | e | e | langer Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal: wie e in dem |
| ऐ | पै | / æː / | / pæː / | ai | ai | langer Ungerundeter fast offener Vorderzungenvokal: wie ä in ähnlich |
| ओ | पो | / οː / | / poː / | o | o | langer Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal: wie o in rot |
| औ | पौ | / ɔː / | / pɔː / | au | au | langer Gerundeter halboffener Hinterzungenvokal: wie o in Sonne, aber lang. |
| ऋ | पृ | /ɻˌ / | / pɻˌ / | ṛ | R | kurzer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: wie ri in Englisch ring (Ursprüngliche Aussprache ist verloren) |
Alle Vokale können nasaliert werden.
| Labial | Labiodental | Dental | Retroflex | Palatal | Velar | Pharyngal | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Plosive | unaspiriert | p प / pə / |
b ब / bə / |
t त / t̪ə / |
d द / d̪ə / |
ṭ ट / ʈə / |
ḍ ड / ɖə / |
c च / tʃə / |
j ज / dʒə / |
k क / kə / |
g ग / gə / |
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| aspiriert | ph फ / phə / |
bh भ / bɦə / |
th थ / t̪hə / |
dh ध / d̪ɦə / |
ṭh ठ / ʈhə / |
ḍh ढ / dɦə / |
ch छ / tʃhə / |
jh झ / dʒɦə / |
kh ख / khə / |
gh घ / gɦə / |
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| Nasale | m म / mə / |
n न / nə / |
ṇ ण / ɳə / |
ñ ञ / ɲə / |
ṅ ङ / ŋə / |
|||||||||
| Halbvokale | v व / ʋə / |
y य / jə / |
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| Approximanten | l ल / lə / |
r र / rə / |
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| Frikative | s स / sə / |
ṣ ष / ʂə / |
ś श / ʃə / |
ḥ ः / hə / |
h ह / ɦə / |
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Daneben gibt es noch den Anusvara (ṃ ं), der entweder die Nasalierung des vorhergehenden Vokals oder einen zum folgenden Konsonanten homorganen Nasal anzeigt und den Chandrabindu ( ँ).
Außer ṛa und ṛha stammen alle diese Konsonanten aus dem Persischen oder Arabischen, sie kommen im Urdu häufiger vor. Hindisprecher ländlichen Hintergrunds verwechseln oft diese Konsonanten mit den Konsonanten aus dem Sanskrit.
| Devanagari | Transliteration | IPA | Deutsch | Verwirrt mit: |
|---|---|---|---|---|
| क़ | qa | qə | (Stimmloser uvularer Plosiv) Arabisch: Qur'an | / k / |
| ख़ | kha | χə od xə | (Stimmloser velarer Frikativ) Deutsch: doch | / kh / |
| ग़ | ġa | ʁə od ɣə | (Stimmhafter velarer Frikativ) Niederländisch: Ghent | / g / |
| ज़ | za | zə | (Stimmhafter alveolarer Frikativ) Deutsch: See | / dʒ / |
| ड़ | ṛa | ɽə | (unaspirierter Stimmhafter retroflexer Flap) | |
| ढ़ | ṛha | ɽɦə | (aspirierter Stimmhafter retroflexer Flap) | |
| फ़ | fa | fə | (Stimmloser labiodentaler Frikativ) Deutsch: finden | / ph / |
Die Aussprache dieser sogenannten Nukta-Varianten variiert im Sprachgebrauch sehr stark, da viele Sprecher die Phoneme so aussprechen, als würden sie ohne den zusätzlichen Punkt (Nukta) geschrieben (z.B. philm statt film). Es existiert auch die Gegenform, bei der das ph wie f gesprochen wird.
Im Hinblick auf die Grammatik weist Hindi etliche grundlegende Unterschiede zu den älteren indischen Sprachen wie Sanskrit und Pali auf, die wesentlich formenreicher sind: Sanskrit und Pali haben beispielsweise jeweils noch acht Kasus, während es im Hindi nur noch drei sind; die meisten Beziehungen im Satz müssen jetzt durch Verhältniswörter ausgedrückt werden. Schon im Pali war der Dual nicht mehr existent, auch das Genus Neutrum wurde durch Maskulinum und Femininum verdrängt; übrig geblieben sind lediglich einzelne Formen wie kaun?; koī "wer?; jemand" (belebt) gegenüber kyā?; kuch "was?; etwas" (unbelebt). Die meisten Verbformen sind zusammengesetzt aus Verbstamm bzw. Partizip und einem oder mehreren Hilfsverben. Hindi hat sich somit weit vom ehemals reinen Typus einer flektierenden Sprache entfernt.
Zur Umschrift wird der IAST-Standard verwendet, der auch für andere indische Sprachen wie Sanskrit gilt, mit einigen Sonderzeichen für spezielle Hindi-Laute (z. B. f, q und x):
offene Vokale: a ai i au u (ursprüngliche kurze Vokale bzw. Diphthonge) geschlossene Vokale: ā e ī o ū (ursprüngliche Langvokale) Die Tilde (~) steht für Anusvāra (der davor oder darunter stehende Vokal wird nasaliert)
a wird wie Schwa in "Palme" gesprochen, ai wie 'ä' in "Herz", au wie 'o' in "offen"; e wie "ee" in "See", o wie "oo" in "Ofen".
unaspiriert: p t k b d g c j q x f s z usw. aspiriert: ph th kh bh dh gh ch jh h steht im Folgenden vereinfachend für [h], Visarga und Aspiration
j wird wie "dsch" in "Dschungel" gesprochen, c für "tsch" in "deutsch", ş und ś (oder vereinfacht sh) für die beiden sch-Laute, z für stimmhaftes 's' wie in "Sonne", x für den ach-Laut, q für uvulares 'k'; y für [j] wie in "Jahr", v wird wie in "Vase" gesprochen; doppelt geschriebene Konsonanten sind lang (zum Beispiel cc für [c:] = 'ttch').
unaspiriert: d˛ ţ ŗ ņ aspiriert: d˛h ţh ŗh
Hindi kennt folgende Arten von Nomen: Substantive, Adjektive und Pronomen. Adjektive und Possessivpronomen stehen vor dem zu bestimmten Substantiv und müssen mit diesem kongruieren. Für die Reihenfolge der Nominalphrasen gilt im Allgemeinen Subjekt - indirektes Objekt - direktes Objekt. Der Rectus Singular (Maskulinum) ist die Zitierform.
Hindi kennt keinen bestimmten Artikel. Als unbestimmter Artikel kann notfalls das unveränderliche Zahlwort ek "eins" einspringen.
Im Hindi werden nur Maskulinum und Femininum unterschieden, die Klasse der Neutra gibt es nicht mehr. Für die Verteilung der Genera gilt:
Substantive haben drei synthetische Kasusformen bewahrt: den Rectus (englisch: direct case)], den Obliquus (englisch: oblique case) und den Vokativ (englisch: vocative case); nur Personalpronomen haben noch eigene Possessiv- und Dativformen.
Für die Verwendung gilt Folgendes:
Die Obliquus-Plural-Endung ist immer -õ, die Vokativ-Plural-Endung immer -o. Bei den übrigen Kasus wird bei Maskulina zwischen TYP 1 ('unmarkiert': gar keine Veränderung in diesen Formen) und TYP 2 ('markiert') unterschieden. Zu TYP 2 gehören erstens Lehnwörter (v. a. aus dem Sanskrit, Persischen, Arabischen, Englischen) sowie Maskulina, die nicht auf -ā enden. Darüber hinaus gibt es noch als TYP 3 persische Lehnwörter mit speziellen Pluralendungen; diese Substantive werden von Hindi-Sprechern jedoch gewöhnlich wie alle anderen Substantive auf Konsonant behandelt.
Auf kurzes -a: mitra "Freund"
Singular Plural
Rectus: mitra mitra
Obliquus: mitra mitrõ
Vocativ: mitra mitro
Auf langes -ā: pitā "Vater"
Singular Plural
Rectus: pitā pitā
Obliquus: pitā pitāõ
Vocativ: pitā pitāo
Auf langes -ī: ādmī "Mann"
Singular Plural
Rectus: ādmī ādmī
Obliquus: ādmī ādmiyõ
Vocativ: ādmī ādmiyo
Auf kurzes -u: guru "Lehrmeister"
Singular Plural
Rectus: guru guru
Obliquus: guru guruõ
Vocativ: guru guruo
Auf langes -ū: cākū "Taschenmesser"
Singular Plural
Rectus: cākū cākū
Obliquus: cākū cākuõ
Auf Konsonant: seb "Apfel"
Singular Plural
Rectus: seb seb
Obliquus: seb sebõ
Maskulina auf -ā: baccā"Kind
Singular Plural
Rectus: baccā bacce
Obliquus: bacce baccõ
Vocativ: bacce bacco
Maskulina auf -ā~: kuā~ "Brunnen"
Singular Plural
Rectus: kuā~ kuẽ
Obliquus: kuẽ kuõ
Femina auf -ī und einige andere haben -ā~ im Rectus Plural:
strī "Frau"
Singular Plural
Rectus: strī striyā~
Obliquus: strī striyõ
śakti "Kraft"
Singular Plural
Rectus: śakti śaktiyā~
Obliquus: śakti śaktiyõ
ciŗiyā "Vogel"
Singular Plural
Rectus: ciŗiyā ciŗiyā~
Obliquus: ciŗiyā ciŗiyõ
Femina auf mit irgendeinem anderen Ausgang haben -ẽ im Rectus Plural:
1) Nicht kontrahiert:
kitāb "Buch"
Singular Plural
Rectus: kitāb kitābẽ
Obliquus: kitāb kitābõ
bhāşā "Sprache"
Singular Plural
Rectus: bhāşā bhāşāẽ
Obliquus: bhāşā bhāşāõ
bahū "Schwiegertochter"
Singular Plural
Rectus: bahū bahuẽ
Obliquus: bahū bahuõ
Vocativ: bahū bahuo
2) kontrahiert:
aurat "Frau"
Singular Plural
Rectus: aurat aurtẽ
Obliquus: aurat aurtõ
Vocativ: aurat aurto
bahan/bahin "Schwester"
Singular Plural
Rectus: bahan bahnẽ
Obliquus: bahan bahnõ
Vocativ: bahan bahno
kāγaz "Papier"
Singular Plural
Rectus: kāγaz kāγazāt
Obliquus: kāγaz kāγazātõ
Neben den synthetischen Kasus sind viele analytische Neubildungen durch Postpositionen entstanden; Postpositionen entsprechen den Präpositionen im Deutschen, sie werden jedoch nachgestellt. Das voranstehende Substantiv mit allen eventuell dazugehörigen Adjektiven und Genitiv-Postpositionen muss dabei stets in den Obliquus gesetzt werden.
Rectus: gadhā "der Esel" Genitiv: gadhe kā "des Esels" Dativ: gadhe ko "dem Esel" --- Ergativ: gadhe ne "der Esel" Ablativ: gadhe se "vom Esel" --- "in": ghar mẽ "in dem Haus" "auf": ghar par/pe "auf dem Haus" "bis zu": ghar tak "bis zum Haus"
1) Herkunft (z. B. dillī se "aus Delhi"; ... se ... tak "von...bis...")
2) Anfangszeit (z. B. itvār se "seit Sonntag")
3) Kasus des Komparativs (siehe bei Komparation in Abschnitt 1.2.4.2)
4) Darüber hinaus kann er instrumentale und adverbiale Funktionen haben
und wird von einigen Verben als Patiens verlangt
Die Genitiv-Postposition verwandelt das vor ihm stehende Substantiv quasi in ein Adjektiv, welches folglich auch an das nachfolgende Wort angepasst werden muss:
Maskulin Singular: ādmī kā kamrā "das Zimmer des Mannes" Maskulin Plural: ādmī ke kamre "die Zimmer des Mannes" --- Feminin Singular: ādmī kī gārī "das Auto des Mannes" (im Hindi 'die Auto') Feminin Plural: ādmī kī gāriyā~ "die Autos des Mannes"
Die zusammengesetzten Präpositionen bestehen aus der Genitiv-Postposition kā und einem folgenden Adverb:
Örtlich ... ke andar "(mitten) in" ... ke bhītar "in...drin" ... ke bīch mẽ "mitten in ... drin" ... ke bāhar "außerhalb von ..." ... ke pās "nahe bei ..." ... ke ās-pās "bei, in der Nähe von" ... ke cārõ taraf/or "rings um ... herum" ... kī taraf "auf ... zu" ...(ke) nīce "unter" ... ke ūpar "über ... (drüber)" ... ke āge "vor ..., ... voraus" ... ke sām(a)ne "vor, gegenüber von ..." ... ke pīche "hinter" ... ke bājū "neben" ... ke bagal "neben" ... ke sāmne "gegenüber von ..." ... ke kināre "auf der Seite von ..."
Zeitlich ... ke bād "nach" ... ke paihle * "vor" ...(ke) daurāna "während" * dialektisch: pahile/pahale
Übertragen
... ke liye "für"
... ke khilāf "gegen"
... ke dvārā "anhand, mittels"
... ke mādhyam se "mithilfe von"
... ke rūp mẽ "in Form von, als"
... ke anusār "laut, gemäß"
... ke bāre mẽ "über (Thema); bezüglich"
... ke kārã (se) "wegen"
... ke māre "wegen, aufgrund von; durch"
... ke bavajūd "trotz"
... ke sāth "(zusammen) mit"
... ke bina "ohne, ausgenommen, außer"
... ke yahā~ "anstelle von"
... ke badle mẽ "anstelle von, im Austausch für"
... ke bajāy "anstatt"
... ke alāvā "neben, abgesehen von, so gut wie"
... ke sivāy "abgesehen/mit Ausnahme von"
---
... ke shurū mẽ "am Anfang von ..."
... ke ãt mẽ "am Ende von ..."
... ke barābar/māfik "gleich/ähnlich ..."
... ke bīch mẽ "zwischen; unter ('among')"
Hindi kennt die Präposition binā "ohne", die jedoch auch nachgestellt werden kann (... ke bina).
Adjektive (Eigenschaftswörter) können vor einem zu bestimmenden Substantiv als Attribut stehen, oder aber auch alleine in substantivischer Funktion. In attributiver Funktion sowie prädikativ (zusammen mit der Kopula honā "sein") gilt ein besonderes, stark eingeschränktes Deklinations-Schema gegenüber der Deklination als Substantiv, in dem der Vokativ stets gleich dem jeweiligen Obliquus ist.
Im Hindi wird zwischen deklinierbaren und undeklinierbaren Adjektiven unterschieden. Ein deklinierbares Adjektiv wird dem zugehörigen Nomen angepasst, ein indeklinierbares bleibt stets unverändert. Eine Reihe von deklinierbaren Adjektiven zeigt in allen Terminationen Nasalierung.
Deklinierbar sind die meisten Adjektive, die auf -ā enden:
Maskulin: Rectus Singular -ā: choţā kamrā "das kleine Zimmer"
Sonst immer: -e: choţe kamre "die kleinen Zimmer"
choţe kamre mẽ "im kleinen Zimmer"
choţe kamrõ mẽ "in den kleinen Zimmern"
---
Feminin: immer -ī: choţī gāŗī "das kleine Auto"
choţī gāŗiyā~ "die kleinen Autos"
choţī gāŗī mẽ "im kleinen Auto"
choţī gāŗiyõ mẽ "in den kleinen Autos"
Das Suffix sā / ~se / ~sī gibt einem Adjektiv die Abtönung "-lich" oder "ziemlich" (z. B. nīlā "blau" > nīlā-sā "bläulich"). Es ist ambig, indem es die Bedeutung eines Adjektives mal verstärkt und mal abmildert.
Mehr-als-Vergleiche verwenden die Ablativ-Postposition se: hāthī murgeOBL se aur baŗā hai (sinngemäß: 'der Elefant ist im-Vergleich-zu dem Huhn mehr groß') "Der Elefant ist größer als das Huhn".
Bei einem Vergleich kann das Wort für "mehr" weggelassen werden:
Gītā Gautam se (aur) lambī hai "Gita ist größer als Gautam" Gītā Gautam se kam lambī hai "Gita ist weniger groß als Gautam"
Ohne Vergleichsobjekt ist das nicht möglich:
zyādā baŗā hāthī "der größere Elefant" hāthī zyādā baŗā hai "der Efelant ist größer"
sab se mahãgā kamrā "das teuerste Zimmer" kamrā sab se mahãgā hai "das Zimmer ist das teuerste"
Sanskrit Persisch
Komparativ -tar
Superlativ -tam -tarīn
Zwei dieser Bildungen sind unregelmäßig:
Positiv Komparativ Superlativ
acchā behtar behtarīn "der gute/bessere/beste"
kharāb badtar badtarīn "der schlechte/schlechtere/schlechteste"
Personalpronomen haben einen eigenen, vom Nominativ unterschiedenen Akkusativ, der mit den Formen des Dativs übereinstimmt. Das Geschlecht wird überhaupt nicht unterschieden, in der 3. Person jedoch die Entfernung zum Sprecher. Postpositionen werden bei Personalpronomen im Hindi als gebundene Morpheme, im Urdu als freie Partikeln betrachtet.
Besonders in Nordindien wird umgangssprachlich die 1. Person Plural ham "wir" auch für den Singular "ich" verwendet
Für die 2. Person gibt es folgende Pronomen:
Als Personalpronomen der 3. Person werden die Demonstrativpronomen (yah 'dieser hier' / vah 'jener dort') verwendet.
Erste Person ich mãi wir ham Zweite Person du tū ihr tum Sie āp Dritte Person: Hochsprache im Hindi Urdu und gesprochenes Hindi er/sie/es [hier] yah ye er/sie/es [dort] vah vo --- sie [hier] (Plural) ye ye sie [dort] (Plural) ve vo
1. Person Singular: mãi > mujh ...
2. Person Singular: tū > tujh ...
3. Person Singular hier: yah > is ...
3. Person Singular dort: vah > us ...
3. Person Plural hier: ye > in ...
3. Person Plural dort: ve > un ...
Bei ham, tum und āp sind Rectus und Obliquus identisch.
1. Person 2. Person 3. Person
Singular: mujhe tujhe ise / use
Plural: hamẽ tumẽ inhẽ / unhẽ
Umgangssprachlich wird der Dativ auch mit dem üblichen Partikel ko gebildet: mujh.ko (? mere.ko) "mir/mich", tujhko "dir/dich", isko | usko "ihm/ihn, ihr/sie", hamko "uns", tūmko "euch", inko | unko "ihnen/sie".
1. Person 2. Person 3. Person
Singular: mãi ne tū ne is ne / us ne
Plural: ham ne tum ne inhõ ne / unhõ ne
1. Person Singular: merā "mein" 1. Person Plural: hamārā "unser" 2. Person Singular: terā "dein" 2. Person Plural: tumhārā "euer"
Sie werden wie ein Adjektiv an das nachfolgende Substantiv angepasst:
Maskulin Singular: merā kamrā "mein Zimmer" Maskulin Plural: mere kamre "meine Zimmer" Feminin Singular: merī gāŗī "mein Auto" (im Hindi 'die Auto') Feminin Plural: merī gāriyā~ "meine Autos"
Bei den übrigen Personalpronomen wird der Genitiv genau wie bei Nomen durch die Obliquusform + die veränderliche Postposition kā gebildet, die wie merā usw. dekliniert wird:
yah (Singular) > is kā / is kī / is ke vah (Singular) > us kā / us kī / us ke ye (Plural) > in kā / in kī / in ke ve (Plural) > un kā / un kī / un ke āp > āp kā / āp kī / āp ke
jo ist das einzige Relativpronomen. Es wird ähnlich wie yah dekliniert:
Singular Plural
Rectus jo
Obliquus jis... jin...
Dativ jise... jinhẽ
Genitiv jis kā jin kā
Ergativ jis ne jinhõ ne
Das Interrogativpronomen kaun/kyā kommt in allen Kasus und auch im Plural vor. Im Rectus wird zwischen kaun "wer" (belebt) und kyā "was" (unbelebt) unterschieden, in den übrigen Kasus, die genauso wie beim Relativpronomen gebildet werden, gibt es keinen Genus-Unterschied mehr:
Singular Plural
Rectus kaun/kyā
Obliquus kis... kin...
Dativ kise... kinhẽ
Genitiv kis kā kin kā
Ergativ kis ne kinhõ ne
Adjektiv steht kaunā "welcher", das wie ein Adjektiv dekliniert wird.
koī (Rectus), kisī (Obliquus) "jemand, irgendwer" (Singular) kuch "etwas" (Singular) kaī "irgendwelche, einige" (Plural)
Viele Indefinitpronomen können auch als Negativpronomen verwendet werden, wenn sie zusammen mit einer Verneinung (in Aussagesätzen nahī~ "nein, nicht", in Befehlssätzen auch na, mat) stehen:
kuch "etwas" kuch nahī~/na/mat "nichts" koī (bhī) "jemand, irgendwer" koī nahī~/na/mat "niemand" kahī~ (bhī) "irgendwo" kahī~ nahī~/na/mat "nirgendwo" kabhī bhī "irgendwann" kabhī nahī~/na/mat "nie"
kyā am Satzanfang hat die Funktion, den Satz als Entscheidungsfrage (ja/nein) zu kennzeichnen. Dies kann aber auch nur durch bloße Intonation geschehen.
Weitere Indefinitpronomen sind:
koī bhī "irgendeine(r,s), irgendwer, wer auch immer" kuch aur "etwas anderes" sab kuch "alles" kaise bhī "irgendwie" kabhī na kabhī "irgendwann einmal"
Interrogativ Relativ Demonstrativ hier / dort
Zeit kab "wann" jab ab / tab
Ort kahā~ "wo(hin)" jahā~ yahā~ / vahā~
kidhar "wo(hin)" jidhar idhar / udhar
Quantität kitnā "wieviel" jitnā itnā / utnā
Qualität kaisā "wie beschaffen" jaisā aisā / vaisā
Art und Weise kaise "wie" jaise aise / vaise
Grund kyõ/kyū~ "warum"
kitnā / jitnā / itnā / utnā werden wie Adjektive dekliniert: kitnā (m) / kitnī (f) "wieviel?" - kitne (m) / kitnī (f) "wieviele?" usw.
Auch kaisā "wie (beschaffen), was für ein" (jaisā, aisā und vaisā natürlich auch) wird wie ein Adjektiv dekliniert und muss folglich zusammen mit honā "sein" an das Subjekt angepasst werden:
kaisā hai? "wie geht's?" (zu einer männlichen Person) kaisī hai? "wie geht's?" (zu einer weiblichen Person) --- tum kaise ho? "wie geht es euch/dir?" (zu einer männlichen Person) tum kaisī ho? "wie geht es euch/dir?" (zu einer weiblichen Person) --- āp kaise hãi? "wie geht es Ihnen?" (zu einer männlichen Person) āp kaisī hãi? "wie geht es Ihnen?" (zu einer weiblichen Person)
Infinite Formen unterscheiden nicht nach Person und Modus.
Den Stamm eines Verbs erhält man durch Weglassen der Infinitivendung -nā. Einige Verben haben neben diesem Stamm noch weitere, unregelmäßige Stammformen; dies betrifft vor allem die Verben denā "geben", lenā "nehmen" und jānā "gehen".
Der bloße Stamm wird vor den Hilfsverben zur Bildung von Verlaufsform und Perfekt verwendet, außerdem noch zur Bildung des tū-Imperativs (siehe Abschnitt 1.3.3.4).
Der Infinitiv hat die Endung -nā (z. B. bolnā "sprechen"). Der Infinitiv dient auch als Gerundium. Er kann demnach wie ein Substantiv in den Obliquus gesetzt werden, z. B. bolne ke liye - wörtlich: 'für das Sprechen' - "um zu sprechen".
Das Partizip Präsens hat die Endung -tā (z. B. boltā "sprechend"), das Partizip Perfekt die Endung -ā (z. B. bolā "gesprochen habend").
Das Verbaladverb hat die Endung -(kar)(ke) (z. B. bol / bolkar / bolke / bolkarke). Es hat keine direkte Deutsche entsprechen; es könnte je nach Zusammenhang etwa übersetzt werden als "als/nachdem ... gesprochen hat" usw.
Das Verb honā "sein" hat seine Personalflexion im Präsens Indikativ erhalten (zum Beispiel: ţhīk hũ "mir geht es gut", yah kyā hai? "was ist das?"). (Es ist aus der Sanskritwurzel bhū- "werden" entstanden; vgl. Pali: 'homi' > Hindi hũ "ich bin".) Es dient als Kopula und hat darüber hinaus die Bedeutung "es gibt" (z. B. hoţel hai? "gibt es ein Hotel?"):
Singular Plural mãi hũ "ich bin" hum hãi "wir sind" tū hai "du bist" tum ho "ihr seid" yah hai "er/sie/es ist" ye hãi "sie sind"
Die übrigen Verben werden im habituellen Präsens folgendermaßen konjugiert: Vor die jeweilige Form von honā wird das Partizip Präsens eines beliebigen Verbs gestellt, das an das Subjekt angepasst werden muss. Für ein männliches Subjekt hat es die Endungen -tā im Singular (z. B. kartā "ein machender"), -te im Plural (z. B. karte "mehrere machende"), für ein weibliches Subjekt ist die Endung immer -tī. Daraus ergibt sich beispielsweise mãi kartī hum ('ich machende bin') "ich mache" - von einer Frau gesagt.
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi kartā hũ "ich mache" mãi kartī hũ "ich mache" tū kartā hai "du machst" tū kartī hai "du machst" yah kartā hai "er macht" yah kartī hai "sie macht" hum karte hãi "wir machen" hum kartī hãi "wir machen" tum karte ho "ihr macht" tum kartī ho "ihr macht" ye karte hãi "sie machen" ye kartī hãi "sie machen"
Wie alle Verben kann auch das Verb honā den Konjunktiv bilden. Dabei hat es allerdings noch zahlreiche Nebenformen, die in Klammern hinzugefügt sind:
Singular Plural mãi hũ (hoū) ham hõ (hoẽ, hovẽ, hõy) tū ho (hoe, hove, hoy) tum ho (hoo) yah ho (hoe, hove, hoy) ye hõ (hoẽ, hovẽ, hõy)
Hindi kennt 3 Imperative, deren Verwendung derjenigen der Personalpronomen tū, tum und āp entspricht - die tum- und āp-Imperative können also für eine oder mehrere Personen verwendet werden. Der tū-Imperativ entspricht dem bloßen Stamm eines Verbes, die übrigen Formen werden durch Suffixe gebildet:
tū-Imperativ: bolnā "sprechen" --> bol "sprich!" tum-Imperativ: bolnā "sprechen" --> bolo "sprecht!" āp-Imperativ: bolnā "sprechen" --> boliye "sprechen Sie!"
Das habituelle Imperfekt wird durch das Partizip Präsens des Hauptverbs + thā gebildet. Beide passen sich dem Subjekt in Numerus und Genus an; dabei hat die weibliche Form thī den unregelmäßigen Plural thī~:
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi kartā thā "ich machte" mãi kartī thī "ich machte" tū kartā thā "du machtest" tū kartī thī "du machtest" yah kartā thā "er machte" yah kartī thī "sie machte" hum karte the "wir machten" hum kartī thī~ "wir machten" tum karte the "ihr machtet" tum kartī thī~ "ihr machtet" ye karte the "sie machten" ye kartī thī~ "sie machten"
Das definite Futur wird gebildet, indem das Suffix gā / ge / gī den Formen des Konjunktiv nachgestellt wird. (Es ist eine Kontraktion aus *gaā < gayā, dem Partizip Perfekt von jānā "gehen"). Es wird im Hindi als gebundenes Morphem, im Urdu als eigenes Wort betrachtet.
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi karū~.gā "ich werde machen" mãi karū~.gī "ich werde machen" tū kare.gā "du wirst machen" tū kare.gī "du wirst machen" yah kare.gā "er wird machen" yah kare.gī "sie wird machen" hum karẽ.ge "wir werden machen" hum karẽ.gī "wir werden machen" tum karo.ge "ihr werdet machen" tum karo.gī "ihr werdet machen" ye karẽ.ge "sie werden machen" ye karẽ.gī "sie werden machen"
Es gibt drei imperfektive Verlaufsformen für Präsens, Imperfekt und Futur. Zur ihrer Bildung nimmt man den bloßen Stamm des Hauptverbs (z. B. kar- "mach-"), hinter dem das Hilfsverb rahnā wie jedes andere Verb auch im Präsens Indikativ, Imperfekt und Futur konjugiert wird:
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi kar rahā hũ "ich mache gerade" mãi kar rahī hũ "ich mache gerade" tū kar rahā hai "du machst gerade" tū kar rahī hai "du machst gerade" yah kar rahā hai "er macht gerade" yah kar rahī hai "sie macht gerade" hum kar rahe hãi "wir machen gerade" hum kar rahī hãi "wir machen gerade" tum kar rahe ho "ihr macht gerade" tum kar rahī ho "ihr macht gerade" ye kar rahe hãi "sie machen gerade" ye kar rahī hãi "sie machen gerade"
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi kar rahā thā "ich mache gerade" mãi kar rahī thī "ich mache gerade" tū kar rahā thā "du machst gerade" tū kar rahī thī "du machst gerade" yah kar rahā thā "er macht gerade" yah kar rahī thī "sie macht gerade" hum kar rahe the "wir machen gerade" hum kar rahī thī~ "wir machen gerade" tum kar rahe the "ihr macht gerade" tum kar rahī thī~ "ihr macht gerade" ye kar rahe the "sie machen gerade" ye kar rahī thī~ "sie machen gerade"
Maskulines Subjekt Feminines Subjekt mãi kartā rahū~.gā "ich werde gerade machen" mãi kartī rahū~.gī "ich werde gerade machen" tū kartā rahe.gā "du wirst gerade machen" tū kartī rahe.gī "du wirst gerade machen" yah kartā rahe.gā "er wird gerade machen" yah kartī rahe.gī "sie wird gerade machen" hum karte rahẽ.ge "wir werden gerade machen" hum kartī rahẽ.gī "wir werden gerade machen" tum karte raho.ge "ihr werdet gerade machen" tum kartī raho.gī "ihr werdet gerade machen" ye karte rahẽ.ge "sie werden gerade machen" ye kartī rahẽ.gī "sie werden gerade machen"
mãi bolā hũ "ich habe gesprochen".
Das Passiv wird aus dem Partizip Pefekt und dem Hilfsverb jānā "gehen" gebildet (z. B. likhnā "schreiben" > likhā jānā "geschrieben werden". Der Agens hat die Postposition se.
Intransitive und transitive Verben können grammatikalisch passiviert werden, um körperliches oder geistiges Unvemögen (gewöhnlich in negativem Sinne) anzuzeigen. Intransitive Verben haben darüber hinaus oft passivischen Sinn oder drücken unabsichtliche Handlungen aus.
Die Zahlwörter im Hindi sind unveränderlich. Die Zahlen 11 bis 99 sind allesamt unregelmäßig und müssen einzeln gelernt werden. Den Zahlen 19, 29, 39, 49, 59, 69 und 79 liegt die Form "1 von 20, 1 von 30" usw. zugrunde.
0 śūnya 10 das 20 bīs 30 tīs 1 ek 11 gyārah 21 ikkīs 31 iktīs 2 do 12 bārah 22 bāīs 32 battīs 3 tīn 13 terah 23 teīs 33 tãitīs 4 cār 14 caudah 24 caubīs 34 cautīs 5 pā~c 15 pãdrah 25 paccīs 35 pãitīs 6 chah 16 solah 26 cabbīs 36 chattīs 7 sāt 17 sattrah 27 sattāīs 37 sãitīs 8 āţh 18 aţ(ţ)hārah 28 aţ(ţ)hāīs 38 aŗtīs 9 nau 19 unnīs 29 untīs 39 untālīs
40 cālīs 50 pacās 60 sāţh 70 sattar 41 iktālīs 51 ikyāvan 61 iksaţh 71 ikahattar 42 bayālīs 52 bāvan 62 bāsaţh 72 bahattar 43 tãitālīs 53 tirpan 63 tirsaţh 73 tihattar 44 cauvālīs 54 cauvan 64 cãusaţh 74 cauhattar 45 pãitālīs 55 pacpan 65 pãisaţh 75 pacahattar 46 chiyālīs 56 chappan 66 chiyāsaţh 76 chihattar 47 sãitālīs 57 sattāvan 67 saŗsaţh 77 satahattar 48 aŗtālīs 58 aţţhāvan 68 aŗsaţh 78 aţhahattar 49 uncās 59 unsaţh 69 unhattar 79 unāsī
80 assī 90 nabbe 100 (ek) sau 81 ikyāsī 91 ikyānave 101 ek sau ek 82 bayāsī 92 bānave 110 ek sau das 83 tirāsī 93 tirānave ... 84 caurāsī 94 caurānave 1.000 (ek) hazār 85 pacāsī 95 pacānave 2.000 do hazār 86 chiyāsī 96 chiyānave ... 87 satāsī 97 sattānave 100.000 ek lākh 88 aţhāsī 98 aţţhānave 10 Mio. ek kroŗ 89 navāsī 99 ninyānave 100 Mio. ek arab
1mal ek bār 2mal do bār usw.
Für die Zahlen hunderttausend, zehn Millionen und hundert Millionen gibt es spezielle Begriffe. Statt 20 Mio. sagt man also do kroŗ, für eine fünfhunderttausend oder halbe Millionen pā~c lākh.
½ ādhā
1¼ savā (ek) 1½ d˛eŗh
2¼ savā do 2½ (a)d˛hāī
3¼ savā tīn 3½ sāŗhe tīn
4¼ savā cār 4½ sāŗhe cār
usw. usw.
paune ... bedeutet "... minus ein Viertel", also paune do = 1¾, paune tīn = 2¾ usw.
Hindi-Urdu hat wenig unabgeleitete Formen. Adverbien können auf folgende Arten gebildet werden:
"und" aur, ewam, tathā "oder" yā; athvā (formell) "aber" magar, kintu, lekin, par(antu) "und wenn nicht; sonst" varnā
"dass" ki "weil" kyõki, kyũki "obwohl" agar(a)ce, yadyapi "wenn (temporal)" jab "wenn, falls" agar, yadi "wenn doch nur" kāsh ki "als ob, wie wenn" mānõ "ob ... oder" chāhe ... chāhe/yā" "um ... zu" (siehe beim Infinitiv in Abschnitt 1.3.2.2)
Die mit j- anlautenden Relativpronomen sind in Abschnitt 1.2.5.3 und 1.2.4.6 aufgeführt.
Abweichend vom Deutschen gilt:
Hindi/Urdu ist also eine im Wesentlichen agglutinierende SOV-Sprache mit gespaltener Ergativität, die in Bezug auf die beiden Genuskategorien (maskulin und feminin), unterschiedliche Pluralbildungen und unregelmäßige Verbformen Überreste eines einstmals flektierenden Charakters bewahrt hat. Ein polysynthetischer Zug entsteht aus der Tendenz zur Verwendung attributiver Wortgruppen statt der Ausnutzung der vorhandenen Relativpronomen. Hindi kennt sowohl rechts- als auch links-verzweigende Phänomene, häufig kommen Abweichungen von der "Normalwortstellung" vor.
उस आदमी का बेटा विद्यार्थी है |
/us ādmī kā beţā vidyārthī hai/
[us ɑːdmiː kɑː beːʈɑː vidjɑːrthiː hæː]
(wörtlich: dieserOBL MannOBL von Sohn Student ist)
Der Sohn dieses Mannes ist Student.
बच्चे को दूध दीजिए |
/bacce ko dūdh dījiye/
[bəc:eː koː duːdɦ diːdʒieː]
(wörtlich: KindOBL dem Milch geben-Sie.)
Geben Sie dem Kind Milch!
मकान में सात कमरे हैं |
/makān mẽ sāt kamre hã/
[məkɑːn meː~ sɑːt kəmreː hæː~]
(wörtlich: HausOBL in sieben Zimmer sind.)
Im Haus sind sieben Zimmer.
लड़के बग़ीचे में खेल रहे हैं |
/laŗke baġīce mẽ khel rahe hãi/
[ləɽkeː bəgiːtʃeː meː~ kheːl rəheː hæː~]
(wörtlich: Jungen GartenOBL in spiel gerade-dabei-seiende sind.)
Die Jungen spielen gerade im Garten.
namaste (Allgemeine Begrüßung und Verabschiedung) āp kaise hãi? "Wie geht es Ihnen? mãi ţhīk hũ "Mir geht es gut" ... kahã hai? "Wo ist ...?, wo gibt es ...?" sab kuch ţhīk hai! "Alles in Ordnung!"