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Das Projekt Goldener Schild (chin. 金盾工程, jīndùn gōngchéng), manchmal auch als die Große Firewall von China in Anlehnung an die chinesische Mauer bezeichnet, ist ein Projekt zur Überwachung und Zensur des Internetverkehrs in China. Die Entwicklung wurde im Jahr 1998 gestartet und das Projekt 2006 landesweit in Betrieb genommen. Dem zuständigen Chinesischen Ministerium für Sicherheit zufolge stellt das Projekt ein Kommunikations- und Informationsnetzwerk dar, welches das Potenzial und die Effizienz der Exekutive steigern soll.
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1998 wurde die Demokratische Partei Chinas (CDP) als eine der ersten oppositionellen Parteien gegründet, welche sich unter anderem auf die Möglichkeiten und die Nutzung von technischen Kommunikationsmitteln wie Internet, E-Mail und Pager-Systeme konzentrierte mit welchen große Menschen- und somit Wählermassen erreicht werden können. Die Kommunistische Partei Chinas befürchtete eine digitale Revolution hervorgerufen durch die Demokratische Partei Chinas, durch die Entstehung eines neuen und mächtigen Netzwerkes welches die bestehenden machthabenden Parteien nicht kontrollieren könnten.
Die CDP wurde umgehend verboten, gefolgt von rigorosen Verhaftungen. Im selben Jahr wurde das Golden Shield Project ins Leben gerufen. Die erste Phase des Projektes wurde acht Jahre später, im Jahre 2006 abgeschlossen, gefolgt von Phase 2 welche voraussichtlich 2008 fertiggestellt wird. China Central Television (CCTV) zufolge beliefen sich die Vorlaufkosten des Projektes bis 2002 auf 800.000.000 US$, umgerechnet ca. 505 Millionen EUR.
Am 6. Dezember 2002 begaben sich 300 Mitarbeiter des Projektes aus 31 Provinzen und Städten Chinas auf eine viertägige „Einkaufstour“, auf der viele „westliche“ Hightech-Produkte wie bspw. Internet-Sicherheitsprodukte, Videoüberwachungstechnologie und Biometrie gekauft wurden. Es wird geschätzt, dass zu diesem Zeitpunkt rund 30.000 Organe der Exekutive an diesem gigantischen Projekt beschäftigt waren.
Das Projekt befasst sich unter anderem mit dem Sperren von unerwünschten Inhalten und Informationen. Dies wird durch das Verhindern des Routings bestimmter IP-Adressen erreicht - eine Funktion die durch Standard-Firewalls und Proxy Server zur Verfügung gestellt wird. Weiters wendet das System selektives DNS Poisoning an wenn versucht wird unerwünschte IP-Adressen zu erreichen. Die Regierung scheint die im Internet zur Verfügung gestellten Informationen nicht systematisch zu analysieren, da dies aus technischer Sicht nicht zu bewältigen wäre.
Im September 2002 wurde das Projekt von Li Runsen, dem technischen Direktor und Mitglied des Aufsichtsrates, tausenden Mitgliedern der Exekutive bei einer Informationsveranstaltung in Beijing mit dem Namen „Informationstechnologie für Chinas Nationale Sicherheit“ vorgestellt.
Im Oktober 2001 veröffentlichte Greg Walton vom Internationalen Zentrum für Menschenrechte und Demokratische Entwicklung folgenden Bericht:
„ Die altmodische Zensur wurde durch eine massive, allgegenwärtige Überwachungsmaschinerie ersetzt: den goldenen Schild. Zweifellos ist das Ziel des Projektes, eine gigantische Online-Datenbank aus Daten wie Sprach- und Gesichtserkennung, Videoüberwachung, Smart Cards, Geldtransaktionen und Internet-Überwachungstechnologien zum Zwecke eines allumfassenden Überwachungsnetzwerkes zu erschaffen. “
– Greg Walton
Die chinesische Regierung sieht den Goldenen Schild als das wichtigste Projekt zur Sicherstellung und Erhaltung politischer Macht. Im Juli 2007 intensivierten die Behörden die Nutzung der Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten der „großen Firewall“ und unterbrachen den E-Mail-Verkehr anlässlich des Shanghai Cooperation Organization Meetings im August 2007.
Einige weitverbreitete Methoden zur Zensur von Inhalten sind:
Forschungen über die Internetzensur in der Volksrepublik China haben gezeigt, dass sich die Zensur von Websites unter anderem auf folgende Inhalte bezieht:
Zensierte Websites werden in chinesischen Suchmaschinen, wie Baidu und Google China mit sehr schlechter Wertung indiziert und somit weit hinten in den Suchergebnissen aufgeführt.
Der New York Times zufolge hat Google Systeme in China installiert, die versuchen, auf Websites außerhalb des Landes zuzugreifen. Wenn eine Seite nicht erreichbar ist, wird sie zu Google Chinas schwarzer Liste hinzugefügt.[2] Sobald die Regierung die Zensur einer Seite aufhebt, wird diese wieder reindexiert und erhält die ihr tatsächlich zustehende Wertung.