| Republic of Singapore (engl.) 新加坡共和国 |
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| Wahlspruch: "Majulah Singapura" mal., "Vorwärts, Singapur" |
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| Amtssprache | Malaiisch¹, Chinesisch, Tamilisch, Englisch² | ||||
| Hauptstadt | Singapur 3 | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Sellapan Rama Nathan | ||||
| Regierungschef | Lee Hsien Loong | ||||
| Fläche | (176.) 704 km² | ||||
| Einwohnerzahl | (116.) 4.553.009 [1] | ||||
| Bevölkerungsdichte | (2.) 6479,8 Einwohner pro km² | ||||
| BIP/Einwohner | (23.) $28.368 (Stand 2005) | ||||
| Währung | Singapur-Dollar | ||||
| Unabhängigkeit | 9. August 1965 (von Malaysia) | ||||
| Nationalhymne | Majulah Singapura | ||||
| Zeitzone | UTC + 8 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | SGP | ||||
| Internet-TLD | .sg | ||||
| Telefonvorwahl | +65 | ||||
| (1) Malaiisch ist Nationalsprache (2) Englisch ist Verkehrs-, Handels- und Verwaltungssprache (3) Singapur ist ein Stadtstaat. |
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Singapur (amtlich Republik Singapur, englisch: Republic of Singapore, malaiisch: Republik Singapura, chin. 新加坡, Xīnjiāpō, auch: 新嘉坡, tamilisch: சிங்கப்பூர் குடியரசு) ist ein Insel- und Stadtstaat sowie das kleinste Land in Südostasien.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name „Singapur“ entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (सिंह siṃha, „Löwe“) und Pura (पुर pura, „Stadt“), bedeutet also Löwenstadt.
Bei der Besiedlung im 7./8. Jahrhundert bekam das damalige Fürstentum zunächst den Namen Temasek („Stadt am Meer“). Laut einer Legende flüchtete im 14. Jahrhundert ein hinduistischer Prinz aus Sumatra dorthin. Er war wegen einer Heirat mit einer javanischen (buddhistischen) Prinzessin in die politischen Wirren zwischen dem hinduistischen Srivijaya-Reich von Sumatra und dem buddhistischen Majapahit-Reich auf Java geraten. Der Legende zufolge soll der Prinz im dichten Dschungel einen Löwen gesehen haben. Er wollte gegen den Löwen kämpfen, doch sie sahen sich gegenseitig in die Augen und der Prinz senkte sein Schwert und der Löwe zog sich zurück. Dieses Ereignis war für den Prinzen aufregend genug, um den Ort fortan Löwen-Stadt zu nennen. Das Wahrzeichen ist der Merlion, ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischkörper.
Der Staat Singapur liegt südlich der Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer Hauptinsel, drei größeren und etwa 50 weiteren kleineren Inseln.
Die Stadt Singapur, die den Großteil des Inselstaats einnimmt, liegt bei den Koordinaten: 1° 17' N, 103° 50' O Koordinaten: 1° 17' N, 103° 50' O auf einer Insel, die im Norden durch einen künstlichen Damm, den Johor-Singapore Causeway, mit der Stadt Johor Bahru und im Westen durch eine Brücke, den Second Link, mit dem Festland (Malaysia) verbunden ist. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist mit 177 Metern der Bukit Timah Hill im Bukit-Timah-Reservat.
Ursprünglich war nur der Süden des Landes am Singapur-Fluss bewohnt. Die restlichen Teile des Landes bestanden aus tropischem Regenwald oder wurden landwirtschaftlich genutzt. In den 1960er Jahren wurden neue Stadtgebiete vor allem als Satellitenstädte außerhalb des ursprünglichen Stadtgebietes errichtet. Die Regierungsbehörde Urban Redevelopment Authority ist verantwortlich für die Stadtentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf effiziente Landnutzung und -verteilung sowie Verkehrsplanung gelegt. In einem Entwicklungsplan wird die Landnutzung für die 55 Planungsgebiete (einschließlich der zwei Wasserschutzgebiete), die zu fünf Regionen gruppiert werden, festgelegt. Die administrative Gliederung Singapurs umfasst fünf Community Development Council (CDC)-Distrikte, die von Bürgermeistern (Mayor) und örtlichen Räten verwaltet werden. Diese Gliederung ist völlig inkompatibel mit der Regionalgliederung der Landesplanung.
Aufgrund der knappen Landfläche spielt für Singapur die Landgewinnung eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 697,2 km² und soll bis 2030 noch um etwa 100 km² (800 km²) wachsen.
Das Klima ist tropisch-feucht. Die Temperatur beträgt fast über das ganze Jahr etwas über 28 Grad Celsius. In den Monaten Oktober bis Februar sind die Temperaturen bedingt durch den Monsun nur etwas niedriger als im restlichen Jahr, bei stärkeren Niederschlägen.
Die Insel Sentosa wird manchmal der südlichste Punkt des asiatischen Festlands genannt. Dies ist etwas umstritten, da sowohl Sentosa als auch Singapur Inseln sind, die jedoch mit Dämmen und Brücken mit dem Festland verbunden sind.
Die korrekte Bezeichnung für Bürger des Staates Singapur lautet „Singapurer“ bzw. „Singapurerin“; das bisweilen verwendete „Singapuri“ gibt es nicht und beruht auf falscher Analogie zu anderen Wortbildungen.
Singapur hat eine Fertilitätsrate von nur einem Kind pro Frau. Dadurch wird die Einwohnerzahl bald stark sinken, da zur natürlichen Reproduktion einer Bevölkerung 2,1 Kinder pro Frau nötig sind. Vergleich: Deutschland hat 1,33 Kinder/Frau (2007).
Damit gehört Singapur zu den Ländern, in denen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung am wenigsten Kinder geboren werden. Dadurch nimmt der Altersdurchschnitt stark zu und es gibt immer weniger Jugendliche und Kinder. Im Gegenzug bremst die Zuwanderung in den multikulturellen Stadtstaat die Alterung der Gesellschaft.
Laut dem statistischen Amt Singapurs von Juni 2005 beträgt die Gesamteinwohnerzahl 4,2 Millionen Menschen. Die Bürger Singapurs gehören zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen:
76,8 % Chinesen, 13,9 % Malaien, 7,9 % Inder und 1,4 % Andere
Hinzu kommt eine große Zahl von Gastarbeitern und Ausländern, die sich Schätzungen zufolge auf mehr als 600.000 addiert. Genaue Zahlen werden von der Regierung unter Verschluss gehalten.
Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle ethnischen Gruppen in Harmonie zusammenleben. Dies wird teilweise staatlich festgelegt, wie z. B. im sozialen Wohnungsbau (HDB – Housing Development Board) durch sogenannte ethnische Gruppenquoten. So darf von einem Wohnungsblock nur ein bestimmter Prozentsatz an Chinesen, Malaien und Inder verkauft werden.
Der große Anteil der Chinesen in der Bevölkerung führt oft zu der falschen Annahme, dass die anderen Bevölkerungsgruppen in ihrem täglichen Leben benachteiligt werden. Die Forderung nach Kenntnissen der chinesischen Sprache bei einem Stellenangebot ist zwar nicht ungewöhnlich, dies geschieht jedoch meistens nur bei internationalen Betrieben, die ausschließlich ausländische chinesischen Kunden ohne Englischkenntnisse betreuen, oder bei kleineren chinesischen Familienbetrieben. Der Markt wird durch die Chinesen wegen ihrer Anzahl zwar dominiert, aber nicht kontrolliert. Es mangelt bei den Führungspositionen und Hochschulen nicht an Indern und Malaien. Auch in der Regierung sind diese ethnischen Gruppen vertreten.
Wegen der eher seltenen Erscheinung interkultureller Ehen wird oft angenommen, dass eine Segregation zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen im Land herrscht. Tatsächlich dominieren Ehen innerhalb der eigenen ethnischen Gruppen. Zum einen ist eine Dominanz der interkulturellen Varianten bei dem hohen Anteil von Chinesen mathematisch ausgeschlossen. Zum anderen gibt es eine Reihe von sozialen und religiösen Gründen, die interkulturelle Partnerschaften zwischen Frau und Mann erschweren. Schon bei den jungen unverheirateten Paaren ist die interkulturelle Variante selten. Während die malaiische und chinesische Jugend sich manchmal zusammenfinden, halten Kastensystem und Tradition oft die indischen Eltern zurück, ihren Kindern die Wahl des eigenen Partners zu überlassen. Manchmal werden chinesische Frauen auch durch die Notwendigkeit, zum Islam zu konvertieren, von einer Ehe mit einem Malaien abgeschreckt. Dennoch ist es bemerkenswert, dass Ehen zwischen Malaien und Chinesen in Singapur eine Tradition haben, die ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Daraus ist die Nonya- oder Peranakan-Kultur entstanden, die heutzutage vom Aussterben bedroht ist.
Ein anderes Thema bei der Eheschließung in Singapur, das häufig ein Lächeln bei den Einheimischen hervorruft, ist die staatliche SDU (Social Development Unit), die für die Anbahnung von Paarbeziehungen von Akademikern und Universitätsabsolventen zuständig ist.
Im Alltag, vor allem in den Schulen und bei der Arbeit, findet durchaus die Interaktion mit Menschen aus anderem Kulturkreis statt. Eine Segregation ist jedoch zwischen den Einheimischen und den dort lebenden sogenannten „Expatriates“ zu beobachten; ihre Kinder besuchen verschiedene Schulen und beim Berufsalltag mischen sie sich eher selten.
Die Verflechtung der Kulturen ist unter anderem in der Sprache, Küche und Lebensart evident. Das Singlish, eine Variante der englischen Sprache, ist gespickt durch die Begriffe und Grammatik aller vier Amtssprachen. Im Gegensatz zu Spanglish, die die aus Spanisch und Englisch zusammengesetzte Umgangssprache der Latinos ist, wird Singlish ständig von den verschiedenen ethnischen Gruppen unabhängig von einander erweitert und durch ihre Interaktion wieder zusammengefügt. Einige Beispiele: Sätze wie „Referee kayu! Xiao liao ah?“ („Der Schiedssrichter hat sich geirrt! Ist er verrückt?“) oder „Careful, wait you gana knock down!“ („Pass auf, du könntest überfahren werden!“) sind Resultate aus jahrelanger Interaktion zwischen der chinesischen und malaiischen Sprache. Dadurch wandert das Vokabular und die Grammatik einer Sprache ständig zu einer anderen durch gemeinsame Nutzung des Singlish. Auf diese Sprache ist die Regierung allerdings nicht sehr stolz. Ihr Versuch, die Vorliebe des Volks für Singlish durch die Förderung des „normalen“ Englisch durch einheimische Sitcoms wie z.B. „Phua Chu Kang“ zu ändern, wurde von dem Spaß liebenden Volk eher nicht ernst genommen.
Wie auch in anderen asiatischen Ländern spielt Höflichkeit in Singapur eine wichtige Rolle. Es gibt zum Beispiel die Regel, dass der Kontaktpartner nicht „sein Gesicht verlieren“ darf. Das bedeutet, dass man einen Gesprächspartner auf begangene Fehler nicht direkt anspricht, sondern diese beiseite schiebt und zu einem späteren Zeitpunkt anzusprechen versucht oder eine dritte Person einschaltet. Gerne werden Visitenkarten verteilt. Diese überreicht man dem Gesprächspartner mit beiden Händen. Es ist unhöflich, Visitenkarten die man vom Gegenüber bekommen hat, einfach einzustecken. Vielmehr muss diese mit Respekt behandelt werden und auf dem Tisch noch eine Weile offen hingelegt werden. Die Höflichkeitsregeln entsprechen dem, was in China üblich ist. Generell ist das gesellschaftliche Leben stark durch das Gedankengut des Konfuzianismus geprägt.
Bei der singapurischen Küche ist der gegenseitige Einfluss auch zu sehen. Traditionelle Rezepte werden verwandelt. Dadurch sind einmalige Gerichte wie Laksa Yong Tau Foo oder Cheese Prata entstanden, die mit der Zeit als Bestandteile der umfangreichen Reihe der Nationalgerichte gelten. Die im Ausland bekannten Singapur-Nudeln sind in dem Land selbst unbekannt.
In Singapur sind im Wesentlichen folgende Religionen vertreten: Buddhismus (42,5 % der Gesamtbevölkerung), Islam (14,9 %), Taoismus (8,5 %), Hinduismus (4 %), Christentum (14,6 %, davon 4,8 % katholisch), andere mit 0,7 %. 14,8% der Bevölkerung Singapurs bekennen sich keiner Religion zugehörig (Quelle: Census 2000). Die Tätigkeit der Zeugen Jehovas und der Vereinigungskirche ist in Singapur verboten.
Der Stadtstaat soll zu einem Zentrum des weltweiten Dialogs zwischen den Religionen werden. Zum Auftakt will Singapur 2008 eine internationale interreligiöse Konferenz abhalten. Diesen Vorschlag hat Minister Goh Chok Tong bei seinem Besuch im Vatikan unterbreitet. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone sei dem Vorschlag gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen, zitiert das Blatt Goh.[2]
Während es in vielen Ländern unvorstellbar ist, Institutionen verschiedener Religionen in unmittelbarer Nähe zueinander zu finden, ist dies in Singapur wegen seiner beschränkten Fläche keine Seltenheit. Hinduistische Tempel oder islamische Moscheen befinden sich genauso wie buddhistische Tempel oder Kirchen nebeneinander oder direkt einander gegenüber. Auseinandersetzungen wegen der Enge gibt es nicht. Was als leicht erreichte Harmonie erscheint, ist das Resultat jahrelanger Anstrengung, Gleichberechtigung und gegenseitigen Respekt zu gewährleisten. Zum Beispiel halten sich die Kantinen aller staatlichen Schulen an die Halal-Vorgaben – das Halal-Geschirr wird von den anderen getrennt. Die Schüler oder Studenten essen jedoch zusammen; sie bringen nur ihr Geschirr nach dem Essen zu anderen Orten zurück. Dies ist nur eine von vielen Lösungsansätzen in Singapur, die enge Interaktionen zwischen Menschen verschiedener Religion ermöglichen und gleichzeitig jedem den Freiraum für seine eigene Religion gewährleisten. Der Sri-Mariamman-Tempel mitten in Chinatown ist ein weiteres Beispiel für das ungewöhnliche Zusammenleben der Menschen in Singapur.
In Singapur gibt es elf Feiertage, von denen drei weltlich und die restlichen kulturelle, religiöse oder ethnische sind.
Da sich die islamischen Feiertage nach einem Mondkalender bestimmen, gibt es jeweils alle 32–33 Jahre einen Feiertag im Jahr doppelt. Dafür kann Hari Raya Puasa mit dem Chinesischen Neujahrsfest zusammenfallen.
Die chinesischen Neujahrsfeiertage bestimmen sich nach dem Chinesischen Kalender. Hari Raya Puasa ist am ersten Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender, Hari Raya Haji am zehnten Tag des zwölften Monats. Der Vesak-Tag findet am ersten Vollmond im Mai statt, Deepavali am letzten Tag des Monats Asvina nach dem Indischen Kalender.
Die ersten Aufzeichnungen Singapurs stammen aus chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. Die Insel diente als Außenposten des auf Sumatra beheimateten Srivijaya-Reiches. Ursprünglich trug Singapur den javanischen Namen Temasek. Nachdem Temasek anfangs zu einer bedeutenden Handelsstadt aufstieg, verlor es bald wieder an Bedeutung. So kommt es, dass außer ein paar archäologischen Spuren kaum mehr etwas aus jener Zeit erhalten ist.
1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Agent der britischen Ostindischen Handelskompanie, am alten Handelssitz Singapur die erste Niederlassung. Die Insel war zuvor nur von 20 malaiischen Fischerfamilien bevölkert und eine Zufluchtstelle für Seeräuber.
1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor für 60.000 Dollar und eine Jahresrente von 24.000 Dollar abkaufte.
Am 1. April 1867 wurde Singapur als Bestandteil der Straits Settlements vor dem Hintergrund weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. Bald wuchs die Bedeutung von Singapur als Umschlaghafen aufgrund seiner geographischen Lage entlang der verkehrsträchtigen Schifffahrtswege zwischen China und Europa. Die Einwohnerzahl ganz Singapurs im Jahr 1881 betrug 172.993.
Im Zweiten Weltkrieg marschierten Japans Truppen in Malaysia ein und umzingelten die Insel. Die schlecht vorbereiteten britischen Soldaten unter Arthur Percival wurden trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von der japanischen Armee in der Schlacht um Singapur geschlagen und kapitulierten im Februar 1942. Die Japaner benannten Singapur in Folge in Shōnan-tō (昭南島) um und hielten es bis zur japanischen Kapitulation im September 1945.
1945 wurde Singapur an die Briten zurückgegeben, und 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie, welche nach den von der People’s Action Party (PAP) gewonnenen Wahlen 1959 von Lee Kuan Yew als erstem Premierminister regiert wurde.
Nach einem landesweiten Referendum 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 vom Vereinigten Königreich unabhängig.
Im Herbst 1964 kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesischen und nicht-chinesischen Einwohnern. Nach heftigen ideologischen Konflikten zwischen der von der PAP gestellten Regierung und der Föderationsregierung in Kuala Lumpur sowie wegen Befürchtungen auf malaysischer Seite, dass die Unruhen über die Stadt hinaus ausgreifen könnten, wurde Singapur am 7. August 1965 aus der Föderation ausgeschlossen. Zwei Tage später, am 9. August 1965, wurde Singapurs Souveränität als erstes von Malaysia anerkannt. Seither ist dies der Nationalfeiertag.
Die junge und territorial eingeschränkte Nation musste um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit kämpfen und sah sich mit Problemen wie Massenarbeitslosigkeit, Knappheit an Wohnraum, Ackerland und an Rohstoffen (z. B. Öl) konfrontiert.
Während Lee Kuan Yews Amtszeit als Premierminister von 1959 bis 1990 wurde erfolgreich die Massenarbeitslosigkeit bekämpft, der Lebensstandard erhöht und Singapurs Wirtschaftskraft gestärkt. Als einer der vier Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb einer Generation den Sprung vom Entwicklungsland hin zu einer Industrienation.
Am 26. November 1990 übernahm Goh Chok Tong das Amt des Premierministers. Unter seiner Regierung war das Land mit neuen Problemen beschäftigt: 1997 kam ein wirtschaftlicher Einbruch mit der Südostasienkrise, 2003 dämpfte SARS die wirtschaftliche Entwicklung, hinzu kam die terroristische Bedrohung durch die Jemaah Islamiah (JI).
Am 12. August 2004 wurde Lee Hsien Loong, der älteste Sohn von Lee Kuan Yew, in dem nach wie vor von der PAP dominierten Parlament zum dritten Premierminister Singapurs gewählt.
Bis heute gibt es Streitigkeiten mit Malaysia, darunter:
Singapur ist eine parlamentarische Republik nach dem Westminster-System (dem Vereinigten Königreich ähnlich). Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, der mit Veto-Rechten in einigen Schlüsselbereichen ausgestattet ist und die obersten Richter benennt. Der Präsident wird seit 1999 theoretisch alle 6 Jahre direkt vom Volk gewählt. Die Wahl fällt allerdings aus, wie 1999 und 2006, wenn nur ein Kandidat von der Wahlkommission akzeptiert wird.
Die Legislative ist das Parlament, und die Exekutive wird durch das Kabinett gebildet, welches vom Premierminister als Regierungsoberhaupt geleitet wird.
Die Politik Singapurs wurde seit der Unabhängigkeit 1965 von der People’s Action Party (PAP) dominiert. Von Kritikern wird Singapur daher teils auch als Einparteienstaat eingeordnet, und der PAP werden teilweise rigide Handlungen gegen die Oppositionsparteien vorgeworfen. Dabei soll die PAP teils manipulierend einwirken oder durch zivilrechtliche Klagen (Verleumdung) unliebsame Gegner aus dem Weg schaffen. Auch das strikte Mehrheitswahlrecht trägt zur dominanten Stellung der PAP bei (Wahlpflicht). Ebenso sind die strikten Restriktionen im öffentlichen und Privatleben zu nennen. Siehe Rechtliches.
Ebenso behaupten Kritiker, dass Singapurs Gerichte auf Seiten der Regierung stünden, auch wenn einige Verfahren von der Opposition gewonnen wurden. Westliche Demokratien betrachten Singapurs Regierungsform daher manchmal dem Autoritarismus näher als einer Demokratie im westlichen Sinne.
Trotz dieser Vorwürfe hat Singapur das, was viele eine sehr erfolgreiche Marktwirtschaft nennen. Die Politik der PAP enthält sozialistische Aspekte, wie zum Beispiel ein großangelegtes öffentliches Wohnraumprogramm und eine Dominanz staatlicher Unternehmen in der lokalen Wirtschaft. Die PAP distanzierte sich jedoch in der Vergangenheit teilweise vom westlichen Wertesystem. Der frühere Premierminister Lee Kuan Yew zitierte in diesem Zusammenhang die Inkompatibilitäten westlicher Demokratien mit „asiatischen Werten“. In jüngerer Vergangenheit lockerte die PAP Teile ihrer gesellschaftlich konservativen Politik.
Charakteristisch für Singapur sind das Zusammenspiel aus konfuzianisch orientierter, staatlich-öffentlich kommunizierter Ethik, strengen Gesetzen, einem hohen Grad an Überwachung und sehr geringer Korruption. Verfechter dieser Leitlinien sehen darin die Ursachen, dass eine wohlhabende Gesellschaft entstand, die eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt hat.
Kritiker bemängeln die autoritären Ausprägungen dieses Systems, beispielsweise die Vorschrift, dass eine staatliche Lizenz verlangt wird, wenn mehr als drei Menschen öffentlich über Politik, Religion oder innere Angelegenheiten des Staates reden wollen. Im gesamten öffentlichen Raum und insbesondere in den öffentlichen Verkehrsmitteln findet man Verhaltensparolen über Sauberkeit, Freundlichkeit und Verhalten.
Viele Gesetze Singapurs sind sehr streng. Ein englisches Sprichwort sagt, „Singapore is a fine city“ (fine hat die Bedeutung schön, aber auch Geldstrafe). Die unten aufgeführten zum Teil horrenden Strafen für vergleichsweise geringe Vergehen werden in der Praxis kaum durchgesetzt und dienen eher der Abschreckung.
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Siehe auch Todesstrafe in Singapur.
In Singapur werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Todesurteile vollstreckt. Als Antwort auf einen Bericht von Amnesty International hat die singapurische Regierung im Januar 2004 eine Übersicht veröffentlicht, in der die Anzahl der Hinrichtungen der letzten 15 Jahre dargestellt wird.[7] Zwischen 1990 und 2005 wurden etwa 420 Menschen gehängt, hauptsächlich wegen Drogenhandels, -besitzes und -schmuggels. Unter ihnen befanden sich auch einige westliche Ausländer. Hochgerechnet auf Deutschland wären in dem gleichen Zeitraum etwa 8.000 Menschen hingerichtet worden, in den USA 28.000 (tatsächlich: 884).
Die Vorschriften für Betäubungsmittel sind sehr streng. Jeder, der mit mehr als 15 g Heroin, 28 g Morphin oder 500 g Cannabis erwischt wird, muss mit der Todesstrafe rechnen.
Im März 2002 erregte der Fall einer jungen Deutschen große Aufmerksamkeit, der wegen Drogenhandels die Todesstrafe drohte. Erst durch eine nachträgliche Laboranalyse des sichergestellten Cannabis wurde ein Reinheitswert von weniger als 500 Gramm ermittelt, wodurch die Frau dem Tod durch den Strang entging und stattdessen zu einer 5-jährigen Haftstrafe verurteilt wurde, die später wegen guter Führung um zwei Jahre verkürzt wurde.[8]
In Singapur werden bei schweren Straftaten (zum Beispiel Vergewaltigungen), häufig aber auch bei einer Reihe von im europäischen Sinne Ordnungswidrigkeiten wie Vandalismus oder Suchtmittelgebrauch, zusätzlich zu einer Gefängnisstrafe auch Körperstrafen verhängt. Betroffen sind ausschließlich Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden können. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge, die das Gesäß intentional langfristig verletzen sollen.[9] Der dabei verwendete Rohrstock ist ca. 1,20 m lang und 13 mm dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen.[10] Diese Strafart kommt auch bei Nichteinheimischen zum Einsatz und wurde in der Vergangenheit wiederholt international kritisiert. Seit 2006 werden in großem Umfang illegale Arbeitsimmigranten, ohne Vorliegen einer Straftat außer dem Versuch der Arbeitsaufnahme in Singapur, vor der Abschiebung mit einigen Monaten Gefängnis und drei bis sechs Rohrstockhieben bestraft.
Im Jahr 2003 hat das Censorship Review Committee empfohlen, das Verbot der Zeitschrift Cosmopolitan aufzuheben. Allerdings bleibt das Verbot für den Playboy bestehen, da die singapurische Gesellschaft noch nicht für die freizügigen Fotos bereit sei.
In den letzten Jahren hat die singapurische Regierung einige der strengen Gesetze gelockert. Beispielsweise wurde Bungee-Jumping legalisiert und die Filmzensur gelockert. Es gibt auch Zeichen, dass die Regierung in Betracht zieht, gesetzliche Einschränkungen der Sexualität zu lockern, mit dem Gedanken, die demographische Situation zu verbessern. Dies gilt im übrigen auch für Homosexuelle: In Singapur hat sich mittlerweile ebenso eine kleine „Szene“ etabliert wie in anderen Großstädten Südostasiens.
Auch die Todesstrafe wird von Menschenrechtsaktivisten kritisiert. Obwohl in Singapur bis heute kaum öffentlich darüber diskutiert wird, gibt es inzwischen kleine Verbände, die sich gegen die Todesstrafe aussprechen und von der Regierung geduldet werden. Ein besonders kritischer Punkt ist die zwingende Verhängung des Todesurteils ab einer bestimmten Menge von Drogen. Gegner dieser Regelung sehen darin eine Untergrabung richterlicher Autorität.
→ Hauptartikel: Streitkräfte Singapurs
Die Singapore Armed Forces umfassen die Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe.
Das Heer verfügt über ca. 50.000 aktive Soldaten und eine Reserve von 170.000 Mann. Zur Ausrüstung zählen AMX 13-SM1 Kampfpanzer und Schützenpanzer der Typen Bionix AFV und M113. 66 Leopard 2A4 sollen ab dem Jahr 2008 in Dienst gestellt werden.
Die 4.500 Mann starke Marine verfügt über 5 Stealth-Fregatten sowie Korvetten, Patrouillenboote und Landungsschiffe. Die U-Boot-Flotte verfügt über Boote der schwedischen Sjöormen-Klasse, die bis 2010 durch Boote der Södermanland-Klasse ergänzt werden sollen.
Die nach dem Rückzug der Royal Air Force 1968 aufgestellten Luftstreitkräfte umfassen inzwischen 6.000 Mann ist mit Flugzeugen der Typen F-16, Northrop F-5 und Lockheed C-130 Hercules sowie Hubschraubern der Typen Aérospatiale AS 332, Apache, CH-47 und S-70 ausgerüstet.
Aufgrund der britischen Kolonialvergangenheit herrscht Linksverkehr. Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Johor-Singapur-Damm (Johor-Singapore Causeway) im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) für Kraftfahrzeuge und Bahn. Außerdem ist er die Hauptverbindung für die Wasserversorgung Singapurs. Eine zweite Brücke (Second Link), welche 1996 fertiggestellt wurde, besteht im Westen Singapurs. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).
Es gab Überlegungen, den Kanal, der Singapur von Malaysia trennt, aufzuschütten und so die Insel mit dem Festland zu verbinden. Dieser Plan wurde aber aufgrund von Grenzproblemen aufgegeben. Singapur hätte die Hauptkosten getragen, Malaysia bestand allerdings auf der Beibehaltung der heutigen Grenzziehung in der Mitte des Kanals. Der von Malaysia propagierte Ersatz des Causeways durch eine neue Brücke scheitert im Gegenzug am Widerstand Singapurs. Dies muss auch vor einem wirtschaftlichem Hintergrund gesehen werden, da eine Änderung des Status quo die Schiffbarkeit der Johorstraße und damit den Wettbewerb zwischen den Häfen Malaysias und Singapurs beeinflusst.
Im Rahmen einer restriktiven Verkehrspolitik unterliegt der private Autobesitz strengen Regulierungen. Jeder potenzielle Autokäufer muss zuerst eine Berechtigung (Certificate of Entitlement, COE) ersteigern. Regelmäßig entscheidet die staatliche Land Transport Authority (LTA) über die Erteilung von Lizenzen, die in einem Bieterverfahren ersteigert werden können, nach zehn Jahren aber wieder verfallen. Dies ist ein wirksames Instrument, um die Anzahl von Pkw in Singapur zu begrenzen. Der Import von Kraftfahrzeugen ist mit Abgaben von teilweise über 200 Prozent besteuert, hat aber eine hohe Bedeutung als Statussymbol. Weiterhin wird der Verkehr im Stadtzentrum durch ein elektronisches Mautsystem mit hohen Abgaben belegt.
Siehe auch: Liste der Autobahnen in Singapur
Im Osten des Stadtstaates befindet sich der bedeutendste internationale Flughafen, der von 64 internationalen Fluglinien angeflogen wird. Der Changi-Airport besteht aus drei Terminals sowie einem Billigflieger-Terminal. Ein viertes Terminal ist in Planung.
Eine Verbindung der Terminals wird mit einer Einschienenbahn (Skytrain) sichergestellt. Zwischen Terminal 2 und 3 befindet sich die MRT-Haltestelle, mit der man preisgünstig in die Innenstadt kommt. Ein weiterer Flughafen in Seletar ist von geringerer Bedeutung für den zivilen Luftverkehr.
Es existiert des weiteren eine eingleisige Eisenbahnverbindung (nichtelektrifiziert) mit Malaysia, betrieben von der KTM (Keretapi Tanah Melayu). Der Hauptbahnhof Singapurs befindet sich im südlichen Teil der Insel. Die gesamte Eisenbahnanlage ist exterritorial, d. h. Eigentum Malaysias. Daher passiert man die malaysische Grenzkontrolle kurz vor dem Einsteigen des Zuges und reist nach Malaysia ein, verlässt aber erst beim Erreichen der singapurischen Grenzkontrolle am Causeway den Stadtstaat. Die Fahrtdauer von Singapur Hbf nach Kuala Lumpur Sentral beträgt ca. 7 Stunden, die durchschnittliche Zuggeschwindigkeit 40–60 km/h. Malaysia hatte die Absicht, diese Verbindung auf zwei Gleise zu erweitern sowie zu elektrifizieren, so dass Schnellzüge darauf fahren können. Der gegenwärtige malaysische Ministerpräsident hat diese Pläne gestoppt.
Eine am 17. Februar 1974 eröffnete Seilbahn (Mount Faber Cablecar) verbindet die Touristen-Insel Sentosa im Süden mit Mount Faber auf der Hauptinsel. Eine Zwischenstation befindet sich auf dem Harbour Front Centre (dem ehemaligen World Trade Center) im Hafen der Stadt. Sie ist täglich von 8:30 bis 23:00 Uhr in Betrieb.
Singapur hat ein engmaschiges, hochgetaktetes und relativ preiswertes ÖPNV-System, das systematisch ausgebaut wird. Gut ausgebaut ist das U-Bahn-Netz, genannt MRT (Mass Rapid Transit) betrieben von der SMRT Corp. und Sbs Transit. Das Nahverkehrsbus-System ist ebenfalls gut ausgebaut. Es gibt keinen festen Fahrplan, sondern es wird an den Haltestellen die durchschnittliche Taktrate (z. B. 10 Minuten), wann der nächste Bus vorbeifährt, angegeben. Die Haltestellen stehen im Abstand von wenigen hundert Metern auseinander. Sie werden nur bei Bedarf angefahren, d. h. dem Busfahrer muss von der Haltestelle aus ein Signal (Handbewegung nach unten) gegeben werden.
Es gibt klimatisierte und nicht klimatisierte Busse, diese sind im Fahrpreis geringfügig günstiger. Bezahlung per Bargeld muss passend sein, es wird kein Wechselgeld herausgegeben. Sehr bequem ist die Bezahlung mit der EZ-link-Karte.
Taxis sind weit verbreitet und günstig. Allerdings kommt es zu starken Engpässen während der Rush-Hour, samstags, bei Regen und zwischen 23:30 Uhr und 1:00 Uhr (da steigen die Grundfahrpreise um 10 bis 50 Prozent an).
Der Hafen Singapurs ist einer der geschäftigsten der Welt und der weltweit bedeutendste Umschlagplatz für Container.
BIP (2004): 90,3 Milliarden Euro; Anteile (2001): 32 % Industrie und 68 % Dienstleistungen
BIP/Kopf (2004): 21.291 Euro
Beschäftigte (2004): Landwirtschaft fast 0 %, Industrie 32,6 %, Dienstleistungen 67,4 %
Arbeitslosigkeit (2004): 3,4 %
Außenhandel (2004): 138,5 Mrd. Euro (davon aus Deutschland: 4,8 Mrd. Euro) Import und 171,8 Mrd. Euro (davon nach Deutschland: 5,3 Mrd. Euro) Export
Singapur ist unter anderem Mitglied der APEC und gehört dem P4 Agreement, einem Freihandelsabkommen, zu dem außerdem noch Brunei, Chile und Neuseeland gehören, an.
Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:
| Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in % gegenüber dem Vorjahr (real) |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |
| Veränderung in % gg. Vj. | 8,6 | -0,9 | 6,9 | 9,7 | -2,0 | 3,2 | 2,9 | 8,7 | 6,4 | ~5,5 | ~4,5 |
| Quelle: bfai [11]. | ~ = geschätzt | ||||||||||
| Entwicklung des BIP (nominal) absolut (in Mrd. US$) |
Entwicklung des BIP (nominal) je Einwohner (in Tsd. US$) |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | ||
| BIP in Mrd. US$ | 92,7 | 107,5 | 117,9 | BIP je Einw. (in Tsd. US$) | 21,6 | 24,9 | 26,8 | ||
| Quelle: bfai [12]. | |||||||||
| Entwicklung der Inflationsrate in % gegenüber dem Vorjahr |
Entwicklung des Haushaltssaldos in % des BIP („minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt) |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | Jahr | 2003 | 2004 | 2005 | |
| Inflationsrate | 0,5 | 1,7 | 0,5 | ~ 2 | Haushaltssaldo | 5,7 | 6,0 | 6,0 | |
| Quelle: bfai [13]. | |||||||||
| Entwicklung des Außenhandels in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | |||||
| Mrd. US$ | % gg. Vj. | Mrd. US$ | % gg. Vj. | Mrd. US$ | % gg. Vj. | Mrd. US$ (1.Hj.) |
% gg.Vj. | |
| Einfuhr | 136 | 17 | 174 | 27,5 | 200 | 15,4 | 150 | 24,2 |
| Ausfuhr | 160 | 27,8 | 199 | 24,2 | 230 | 15,8 | 171 | 25,3 |
| Saldo | 23,7 | 25,0 | 29,7 | 21,3 | ||||
| Quelle: bfai [14]. | ||||||||
Singapur zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Eine große Ausnahme bildet der stark regulierte Wohnungsmarkt, der fast sozialistischen Charakter hat. Singapur ist bestrebt, ein biotechnologisches Zentrum in Asien zu werden. Die A*STAR, die Agency for Science, Technology and Research, eine Regierungsbehörde, unterstützt Forschungskapazitäten in Singapur. In der neugeschaffenen Biopolis sind private und staatliche Institute, Biotech- und Pharmaunternehmen angesiedelt.
Singapur hat große Bedeutung als internationaler Finanzplatz und auch im Warenhandel: der Hafen ist einer der modernsten und größten Umschlagplätze der Welt.
Wechselkurs: 1 EUR = 2,17 SGD / 1 SGD = 0,46 EUR (04/2008) (SGD = Singapur-Dollar im Gegensatz zu z. B. Hongkong-Dollar oder US-Dollar)
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
Viele Eltern starten die Ausbildung ihres Nachwuchses frühzeitig, dies kann bereits mit dem ersten Lebensjahr beginnen. Singapurer sind wissbegierig. Neben dem staatlichen Kindergarten (PAP) gibt es private Horts in allen Variationen. Von Montessori bis zu zwei- oder drei-sprachigen Kindergärten. Es gibt für jedes Kind einen Platz im Kindergarten. Je nach Alter des Sprösslings kann dies von 2 Stunden bis ganztags variieren. Des weiteren gibt es die Möglichkeit die Kleinen in internationalen Schulen oder Kindergärten unterzubringen. Die Unterrichtssprache ist Englisch, wobei man bedenken muss, dass Kinder meistens aus einem anderssprachigen Elternhaus kommen und sich dadurch ein Misch-Masch in die englische Sprache eingeschlichen hat. Es wird daher meist Singlish gesprochen.
Es gibt eine reiche Auswahl für Expatriates, nachfolgend hier die 10 wichtigsten Internationalen Schulen:
Singapurer dürfen keine internationalen Schulen besuchen, es sei denn, sie besitzen eine weitere Staatsangehörigkeit. Stattdessen können Singapurer zwischen ausgezeichneten staatlichen und privaten Schulen wählen. Man muss hier beachten, dass es staatliche und private Eliteschulen gibt. Um an diesen Schulen zu studieren, muss man an einem Auswahlverfahren teilnehmen und sich bereits 1 bis 2 Jahre vorher bewerben.
Einige der bekanntesten Schulen für die 7. bis 10. Klasse sind Raffles Institution, Raffles Girls’ School, Hwa Chong Institution, Anglo-Chinese Independent School, Nanyang Girls’ School. Für die 11. und 12. Klasse (Abitur-Jahre) sind es Schulen wie National Junior College (das erste Junior College Singapurs), Hwa Chong Institution, Raffles Junior College, Victoria Junior College und Temasek Junior College, wo die „Top-Schüler“ ihr Abitur (die „Singapore-Cambridge GCE ‘Advanced’ Level Examinations“) in zwei statt drei Jahren machen.
Außerdem haben Schülerinnen und Schüler aus Singapur die Möglichkeit, eine weitere Fremdsprache (Französisch, Deutsch, Japanisch, Malaiisch, Indonesisch und Arabisch) am Sprachzentrum des Bildungsministerium (MOELC) zu erlernen. Einige Schulen wie National Junior College und Raffles Junior College haben auch eigene Sprachprogramme für einige Stufen.
In der letzten Zeit gibt es auch durch die Unterstützung des Bildungsministeriums mehr Möglichkeiten für Austauschprogrammen, besonders zwischen den Schulen innerhalb ASEAN.
Singapur verfügt über drei staatliche Universitäten:
Neben den staatlichen Universitäten gibt es eine ganze Reihe privater, zu einem Großteil auch ausländischer Universitäten und Bildungseinrichtungen, wie etwa die französische INSEAD. Eine weitere Universität ist eine Sorbonne-Nachstellung der Uni in Paris. Dort wird Theologie, Politik und Wirtschaftswissenschaften studiert.
Tourismus ist in Singapur eine wichtige Einkommensquelle, jährlich besuchen etwa 12,6 Mio. Touristen Singapur. Studien zufolge wird es in den nächsten Jahren ca. 2,4 Mio. Touristen mehr in die Stadt ziehen, so dass der Flughafen Singapur, welcher mit 130 Zielen weltweit verbunden ist, ausgebaut und mehrere Hotels neu eröffnet werden. In Singapur gibt es etwa 95 Hotels, schon 2008 werden es vermutlich 114 sein. Zu den Hotels der gehobenen Klasse gehört das Raffles Hotel, in dem berühmte Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Rudyard Kipling u. a. zu Gast waren. Die meisten Hotels liegen im Zentrum, bzw. am Pearls Hill Park. siehe auch The Oriental Singapore
Für Touristen ist Singapur vorwiegend Stop-Over-Ziel, an dem durchschnittlich 3,67 Tage verweilt wird. Dennoch bietet diese Stadt zahlreiche Attraktionen, die man besuchen kann:
Einziger olympischer Medaillengewinner Singapurs ist der Gewichtheber Tan Howe Liang, er gewann bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom Silber im Leichtgewicht. Die Badmintonspielerin Li Li gewann den Dameneinzeltitel bei den Commonwealth Games 2002. Bekannt sind auch der Badmintonspieler Ronald Susilo und seine Frau, die Tischtennisspielerin Li Jia Wei. Der chinesische Schach-Großmeister Zhang Zhong spielt seit 2007 für den Schachverband von Singapur.
Erstmalig am 28. September 2008 findet in Singapur ein Formel-1-Rennen statt. Es ist auch gleichzeitig das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte. Gefahren wird auf dem „Marina Bay Circuit“.
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Beobachterstatus: Osttimor | Papua-Neuguinea
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